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Werden Gedenkseiten im Internet die klassischen Todesanzeigen ablösen?

Kategorie: Medien & Kommunikation
Artikel veröffentlicht von: Sandra Liebold


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Wie sieht eigentlich die Zukunft der klassischen Todesanzeigen in Tageszeitungen aus?
Die ersten Gedenkseiten im Internet gab es Anfang der 90er Jahre. Die Entstehung und Verbreitung erfolgte meist durch amerikanische Internetseiten. Immer mehr verschiedenste Friedhofsseiten bieten sich im Internet, in Mehr- oder Minderqualität im Bezug auf Nutzerfreundlichkeit und Design an. Die Vorteile von virtuellen Friedhöfen sind eine globale Erreichbarkeit der Gedenkseiten, sowie die individuelle Gestaltung bei relativ geringen Kosten. Im Verhältnis zu einer klassischen Todesanzeige, die an einem Tag geschalten wird liegen hier auf der Hand. Eine Internet-Gedenkseite ist nicht nur kurzzeitig einsehbar, wie eine Todesanzeige in einer lokalen Zeitung, sondern permanent abrufbar. Zusätzlich können gegenüber einer Anzeige Freunde, Bekannte und Verwandte Erinnerungen schildern oder kondolieren. Wer an einen Menschen erinnern möchte, setzt für ihn einen Web-Gedenkstein. Er soll die Erinnerung an Menschen lebendig halten – dem geliebten Partner, einem Familienmitglied, einem Freund, einem Vorbild oder Star. Ob kürzlich verstorben oder vor vielen Jahren. Doch die Gedenkseite im Internet kann auch Nachteile haben, es ist durch aus möglich das Kondolenzlisten missbraucht werden, in denen es zu verletzenden Einträgen kommt. Diesen Erscheinungen entgegen zu wirken setzt ein professionelles Mißbrauchs-Management voraus, welches sowohl durch den Betreiber als auch dem Nutzer angewandt werden kann. Dies fehlt jedoch den meisten Gedenkseiten. Eine Prognose könnte sein, dass die Todesanzeige und ihr Begriff langfristig aus unserem Wortschatz verschwinden. Die Gedenkseite oder die Gedenkanzeige im Internet, die nicht das Ableben, sondern die Erinnerung als Aussage hat, könnte die neue Zukunft sein. Wie die Zukunft von Gedenkseiten aussehen kann, sieht man auf www.memoseo.com.


Veröffentlicht von: Sandra Liebold
Web: http://www.memoseo.com
Kontakt: e-mail


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