Welche möglichen Angebote stoßen auf das Interesse bei den Versicherten?Kategorie: Soziales Artikel veröffentlicht von: Fritz Lechelt
Da aufgrund der Gesundheitsreform das Preisargument für die Kundenbindung bzw. Mitgliedergewinnung zunehmend verfällt, gewinnt die Servicequalität und die spezifische Ausgestaltung des Leistungsangebotes immer mehr an Bedeutung. Nur eine entsprechende stärkere Differenzierung der Leistungen eröffnet die Möglichkeit, sich stärker vom Wettbewerb abzuheben und auf die Weise neue Mitglieder zu überzeugen.
Da aber über 90 Prozent der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen gesetzlich festgeschrieben sind und somit bei allen Versicherern gleich, ergibt sich nur ein kleiner Handlungsspielraum für spezielle Angebote/ Leistungen.
Welche der folgenden Angebote (Leistungen) sind für die Befragten von Interesse?
1. Erweitertes Angebot in der Krebsvorsorge 83
2. Erstattung der Kosten für alternative Heilverfahren (z.B. Homöopathie, Akupunktur etc.) 77
3. Empfehlung und bevorzugte Vermittlung von ausgewiesene Fachärzte/Kliniken 74
4. Angebot eines Gesundheitsbonus: Prämien für gesundheitsbewußtes Verhalten 72
5. Beratungsangebote in Sachen Ernährung, Allergie, Sucht, Rente , Reha etc. 70
6. Angebote von Gesundheitskursen (Bewegung, Entspannung, Ernährung) 66
7. Kostenbeteiligung im Bereich Wellness 51
8. Angebot einer Internetgeschäftsstelle 39
(Mittelwerte aus einer Skala von 0 (= völlig unwichtig) bis 100 (=sehr wichtig)
Auf besonderes Interesse stoßen das erweiterte Angebot zur Krebsvorsorge (für 89% der Befragten wichtig bzw. sehr wichtig) und die Erstattung der Kosten für alternative Heilverfahren (für 79% der Befragten wichtig bzw. sehr wichtig). Relativ unwichtig ist für die Mehrheit der Befragten das Angebot einer Internetgeschäftsstelle.
Ein Problem genereller Art ist es, dass viele gesunde Versicherte sich häufig für den Leistungskatalog ihrer Krankenkasse nicht oder nur wenig interessieren und so eine Differenzierung zum Wettbewerb nur in engen Grenzen möglich ist. Daher stellt sich vielen Krankenkassen die Frage, welche Leistungsangebote und Vereinbarungsmöglichkeiten, die durch das GMG möglich wurden, den Versicherten angeboten werden sollen und wie man sein Leistungsprofil erfolgreich kommuniziert. Zum einen mit dem Ziel, die Bestandskunden noch stärker zu binden, und zum anderen, um die Attraktivität für neue Mitglieder zu steigern.
Dies sind nur einige Ergebnisse des aktuellen M+M Versichertenbarometers 2007. Wieder wurden in einer repräsentativen Umfrage über 1.000 gesetzlich und privat versicherten Bundesbürgern im Alter ab 18 Jahren telefonisch zu ihrer Krankenkasse/ -versicherung befragt.
Durchgeführt und analysiert wurde die Studie durch die Forschungsgruppe M+M Management + Marketing in Kassel, der TU Dresden und der USUMA GmbH in Berlin.
Kontakt und weitere Informationen:
M+M Management + Marketing Consulting GmbH
Frank Opitz
Holländische Str. 198
34127 Kassel
Tel: 0561-70979-17
Fax: 0561-70979-18
opitz@m-plus-m.de
www.m-plus-m.de
Veröffentlicht von: Fritz Lechelt Web: http://www.m-plus-m.de Kontakt: e-mail
| Über den Autor: |
| Frank Opitz
Projektleiter M+M Versichertenbarometer 2007 |
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