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Was berichten Medien über Hochbegabung?

Kategorie: Medien & Kommunikation
Artikel veröffentlicht von: Lilli Cremer-Altgeld


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Albert Einstein, 1879 - 1955, deutscher Physiker und Nobelpreisträger sagte einmal: "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."

Wenn wir lesen, dass eine Zweijährige mit einem IQ von 152 bei der
Hochbegabten-Organisation Mensa aufgenommen worden ist oder dass eine 14-Jährige Abitur mit Note 1,0 macht, ein junger Mann mit 20 seine Doktor-Arbeit abgeschlossen hat, denken wir oft: Den Hochbegabten fliegt das Lernen nur so zu. Oder – noch treffender? – die Hochbegabten haben es leicht: So gut möchte ich es auch einmal haben.

Das erinnert dann an diese Anekdote von Ardeschyr Hagmaier:

„Bei einem Golfturnier sagte ein junger Spieler voller Stolz zu seinem Idol Bernhard Langer: »Herr Langer, ich möchte gerne so werden wie Sie!«, woraufhin der Profi entgegnete: »Nein, das möchtest du nicht.« Der junge Golfer wiederholte: »Doch, ich möchte so werden wie Sie!« »Nein«, wiederholte Bernhard Langer, »das möchtest du nicht!«

Nachdem es auf diese Weise drei- oder vielmal hin- und herging, sagte Bernhard Langer: »Du möchtest vielleicht so sein wie ich, aber du möchtest es nicht werden.« Der Junge runzelte die Stirn. »Du möchtest so sein wie ich, aber bist du auch dazu bereit, tage-, wochen- und monatelang zu üben? Bei Wind und Wetter auf dem Platz zu sein, um sechs Uhr morgens aufzustehen, um noch vor dem Frühstück die ersten hundert Bälle zu schlagen?"

Viele Menschen denken: Hochbegabte haben es leicht. Nicht nur das Lernen fliegt ihnen zu – ohne, dass sie selbst viel dazu tun müssen – nein, auch der Erfolg ist ihnen sozusagen garantiert.

Die Realität sieht oft anders aus.

Nicht selten werden Hochbegabte von Selbstzweifeln geplagt – egal, ob sie sehr gut sind oder mangelhafte Zensuren haben. Egal, ob der Erfolg an ihrer Seite ist – oder das Gegenteil. Denn auch das gehört zum Leben von Hochbegabten: schlechte Zensuren, sitzen bleiben und abgeschoben werden auf Sonderschulen. Ohne Job oder im falschen Job – nicht erkannt und nicht anerkannt.

Es ist bei Hochbegabten so wie im Leben der anderen Menschen auch: die Bandbreite reicht von Turbo-Leistungen mit summa cum laude bis zu den ewigen Sitzenbleibern.


Veröffentlicht von: Lilli Cremer-Altgeld
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
Lilli Cremer-Altgeld coacht hochbegabte Persönlichkeiten und ist Moderatorin des Forums 'Hochbegabung - Drama oder Erfolgsstory'. http://cremeraltgeld.kulando.de/
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