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Umbrien - auf den Spuren des hl. Franz von Assisi

Kategorie: Reise, Urlaub & Freizeit
Artikel veröffentlicht von: Agathe Freudenstein


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Die mittelitalienische Region Umbrien liegt mit ihren rund 900.000 Einwohnern 1000 m. über dem Meeresspiegel und ist die einzigste Region Italiens ohne Meer und Grenze zum Ausland. Hauptstadt der Region ist Perugia. Nordwestlich von ihr, nahe der toskanischen Grenze liegt
der Trasimenische See, der viertgrößte See Italiens. Umbrien wird von den Flüssen Tiber, Topino und Nera durchzogen. Die Region gilt als ein wahres Naturparadies, geprägt von malerischen Hügellandschaften und kleinen mittelalterlichen Städten. Besonders hübsch ist das Tal des Nera, auch Valnerina genannt. Der Monte Vettore ist mit 2478 Metern der höchste
Berg Umbriens.

Hauptmagnet der Touristen ist natürlich Assisi, weltberühmt durch Franz von Assisi, dem Gründer des Franziskanerordens. Tausende Christen pilgern jährlich zu seiner Gruft.

Assisi wurde von den Römern gegründet. Das Amphitheater und die Stadtmauer tragen Zeugnis dieser Zeit. Am heutigen Marktplatz befand sich das einstige Forum.

Franz von Assisi, ein Streifzug durch sein Leben

Sein genaues Geburtsjahr ist nicht bekannt. Es war entweder 1181 oder 1182 als Franz als Sohn wohlhabender Tuchhändler geboren wurde. Sein wirklicher Name ist Giovanni Battista Bernardone. Als Jugendlicher führte Franz ein ausschweifendes Leben und feierte ein Fest nach dem anderen. Sein Jugendtraum war es Ritter zu werden. 1202 zog er in den
Krieg mit der Nachbarstadt Perugia. Die Stadt Assisi verlor den Krieg und Franz wurde in Perugia zwei Jahre in Gefangenschaft gehalten. Schließlich gelang es seinem Vater ihn freizukaufen. Franz kehrte krank und innerlich verwirrt aus der Gefangenschaft zurück. Im Traum wurde Franz von Gott aufgerufen sich von seinem Leben als weltlicher Ritter zu lösen und sich in den Dienst Gottes zu stellen. Daraufhin zog er sich zunehmend aus dem Freundeskreis zurück und suchte die Einsamkeit. Er begann ein Leben in Armut zu führen, was in immer mehr in Konflikt mit seinem Vater brachte. Im Gebet in der Kirche "San Damiano" hörte er erneut die Stimme Gottes in ihm aufsprechen: "Geh und bau mein Haus wieder auf".

Um die kleine verfallene Kriche San Damiano zu renovieren nahm Franz Geld aus dem Geschäft seines Vaters, der ihn daraufhin vor Gericht führte. Während der Verhandlung entkleidete sich Franz völlig und sagte sich von seinem Vater ab.

Von da ab begann Franz sein Leben als Einsiedler. Er lebte in Armut und verkündete das Evangelium. Er lehnte Geld strikt ab und bekleidete sich lediglich mit einer Kutte. Seine neue Lebensweise brachte ihm viel Spott, aber auch viele Anhänger.

Im Jahre 1209 zog Franz mit 12 Gefährten zum Papst um die Erlaubnis der Gemeinschaft als Büsser und Wanderprediger zu erbitten. Sechs Jahre später erhielt er die offizielle schriftliche Anerkennung des Ordens.

Im Jahre 1212 gründete er das erste Franziskanerkloster bei Cetona in der Toskana. Ebenfalls in diesem Jahr nahm Franz Klara von Assisi, eine Nonne adeliger Abstammung in die Ordensgemeinschaft mit auf. Sie gründete den zweiten Orden der Franziskaner, die Nonnengemeinschaft der Klarissinen.

1219 zog Franz als Missionar nach Palästina, wo er sich eine schwere Augenkrankheit zuzuog, die später zu einer fasten Erblindung führte.

Nach der Übertragung des Ordens an Petrus Catani im Jahre 1220 zog sich Franz in seine frühere Einsiedelei zurück. Zu dieser Zeit war der Orden bereits in ganz Europa tätig. Am 17. September, drei Tage nach dem katholischen Fest der Kreuzerhöhung zeigte der Körper von Franz Wundmale, die als Wundmale Christi gedeutet wurden.

Am 3. Oktober 1226 starb Franz von Assisi. Bereits zwei Jahre darauf wurde er von Papst Gregor IX heilig gesprochen.

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Veröffentlicht von: Agathe Freudenstein
Web: http://italien.ilcomuneinforma.it
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
Agathe Freudenstein agathe@elib.org
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