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Übersetzer als Beruf

Kategorie: Bildung & Beruf
Artikel veröffentlicht von: Norbert Mehl


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Trifft man jemanden, dessen berufliche Haupttätigkeit darin besteht Übersetzungen anzufertigen, d.h. Texte, die in schriftlicher Form vorliegen, auf einer Ausgangssprache in eine Zielsprache zu übertragen, so handelt es sich dabei um einen hauptberuflichen Übersetzer. Zum Erstaunen vieler ist Übersetzer tatsächlich eine offizielle Berufsbezeichnung, aber im Vergleich zu Berufen wie zum Beispiel Notar, Rechtsanwalt, Steuerberater oder Arzt nicht gesetzlich geschützt.

Damit sich jemand Diplom-Übersetzer bzw. Diplom-Fachübersetzer nennen darf, muss er zumindest einen Studiengang an einer deutschen Hochschule belegen. Derartige Studiengänge werden an Universitäten und Fachhochschulen angeboten, wobei man auch als Quereinsteiger durchaus Chancen auf einen Abschluss als „staatlich geprüfte/r Übersetzer/in", bzw. „staatlich anerkannte/r Übersetzer/in" hat. Wie man letztlich dieses Ziel erreicht, ist davon abhängig in welchem Bundesland man seinen Wohnsitz bzw. gewöhnlichen Aufenthalt hat, bzw. in welchem Bundesland man einen derartigen Studiengang belegen möchte. So ist die Situation in Bayern sogar so, dass es dort keine akademische Ausbildung als Übersetzer gibt, welche letztlich zu einem Diplomtitel führt. An der Universität Düsseldorf hingegen existiert sogar die Möglichkeit einen Studiengang „Literaturübersetzen" zu belegen. In Bayern hingegen besteht nur die Möglichkeit einer Ausbildung über eine Fachakademie, und zwar mit dem Ausbildungsziel „staatlich geprüfte/r Übersetzer/-in und Dolmetscher/-in", wobei in Bayern diesbezüglich gleich insgesamt fünf derartige Fachakademien existieren, zwei in München und jeweils eine in Kempten, Würzburg und Erlangen.

Wenn man künftig also vor hat Übersetzer als Beruf zu wählen, dann kann man davon ausgehen, dass im Rahmen des Bologna Prozesses es auch in der Ausbildung zum Übersetzer bald Umbrüche geben wird. Die Notwendigkeit von Übersetzern ist in allen Bereich nach wie vor vorhanden und wird auch auf lange Sicht hin sicher kaum weniger werden.


Veröffentlicht von: Norbert Mehl
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Norbert Mehl finetext Übersetzungen GmbH http://www.finetext.de
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