Türkei und ArmenienKategorie: Politik Artikel veröffentlicht von: Christian Becker
Durch das Abkommen von Serves und Lausanne, die die Niederlage des Osmanischen Reichs im 1. Weltkrieg schöpften die Armenier neue Hoffnung, denn in dem Vertrag wurde vorgesehen, dass Armenien als freier und unabhängiger Staat anerkannt wird.
Die Enttäuschung der Armenier über den Umstand, dass im Friedensvertrag von Lausanne, der den Vertrag von Sèvres für nichtig erklärte, keinen Artikel für die Armenier enthielt.
Am 24. Juli 1923 wurde dabei die Türkische Republik gegründet.
Es war dabei Ende 1920, nachdem die Türkei an der südostanatolischen Front gegen die Armenier Erfolge verzeichnen konnten, als der Völkerbund-Vertreter Englands, Lord Robert Cecil, die Generalversammlung zusammenrief, damit Maßnahmen getroffen werden konnten, um die Lage der Armenier zu verbessern. Hierbei wurde die Gründung von einem Ausschusses beschlossen, damit die „Armenier-Frage" bald gelöst sein könnte.
Als am 27. Februar 1921 in London eine Konferenz zusammentrat, bei der auch Vertreter der Armenier anwesend waren, plädierten diese dafür, dass der Friedensvertrag von Sèvres nicht annulliert wird. Insbesondere ging es um die Autonomie für Zilizien. Das wohl wichtigste Ergebnis dieser Konferenz war dass statt eines unabhängigen eigenen Staates Armeniens die „Heimat" der Armenier künftig in Ostanatolien sein soll. Am 21. September 1921 beschloss der Völkerbund dass der der „Heimat" genannter Teil von der Türkei unabhängig werden sollte. Im Jahr 1922 wurde Ostarmenien ein Teil der Transkaukasischen Sozialistischen Föderalen Sowjetrepublik. Von der sich auflösenden Sowjetunion erklärte sich Armenien am 21. September 1991 letztlich – dem Beispiel anderer ehemaliger Sowjetrepubliken folgend - für unabhängig. Das Verhältnis zur Türkei ist immer noch durch den verleugneten Völkermord von 1915 schwer belastet.
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