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Steuergeplagte gründen „Bündnis für mehr Netto“

Kategorie: Politik
Artikel veröffentlicht von: Alexander Hauk


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München. Steuergeplagte aus München und Oberbayern haben das „Bündnis für mehr Netto" gegründet. Die Initiatoren und rund 80 Gäste feierten am Freitagabend in München den Start des Bündnisses und der gleichnamigen Internetplattform: www.buendnis-fuer-mehr-netto.de. Gründer sind der Zahnarzt Dr. Wolfgang Heubisch und der Werbeunternehmer Andreas Keck. Die beiden Münchner fordern von den verantwortlichen Politikern der Bundes- und bayerischen Landesregierung niedrigere Steuern, einen Bürokratieabbau und einen Stopp der Subventionen. Heubisch und Keck werden bei den Landtagswahlen in Bayern (28. September 2008) für die FDP antreten.

Hätten die Gründer politische Verantwortung, müssten Steuern und Abgaben so schnell wie möglich gesenkt werden: „Noch nie wurde so unverschämt und dreist den Bürgern das Geld aus der Tasche gezogen, wie von den amtierenden schwarz-roten Abkassierern - obwohl der Staat mit seiner schwarz-roten Regierung rund 100 Milliarden Euro mehr eingenommen hat", ärgert sich Heubisch. Zwar seien die Arbeitskosten der Arbeitgeber in den vergangenen 20 Jahren um 104 Prozent gestiegen, bei den Arbeitnehmern sei davon aber wenig angekommen. „Die Arbeitnehmer müssen endlich wieder mehr von dem behalten, was der Arbeitgeber für sie aufwendet", so Heubsich.

Staat soll Einsparpotenzial besser nutzen

Der Plan Steuern zu senken, stieß bei den zahlreichen Zuhörern auf große Zustimmung. Der Bündnis-für-mehr-Netto-Freiheitskämpfer sprachen auch konkret über Einsparmöglichkeiten zur Gegenfinanzierung: „Ich bin nicht der Meinung, dass eine Wirtschaftsmacht wie China weiterhin, wie zuletzt, 187 Millionen Euro an Entwicklungshilfe von Deutschland bekommen sollte", sagte Heubisch. Der FDP-Landtagskandidat macht sich ebenfalls für den Abbau des Solidaritätszugschlags stark: „Diese Abgabe sollte spätestens bis 2019 auslaufen." Seit Regierungsantritt der Bundesregierung Merkel hat die CSU jeder Steuererhöhung in Berlin zugestimmt. „Deshalb ist es unglaubwürdig, wenn sie sich nun als Steuersenkungspartei zu profilieren versucht", so Heubisch.

Tatsächlich hat die CSU in den vergangenen drei Jahren 19 Mal die Steuern erhöht. Dadurch hat eine durchschnittliche vierköpfige Familie im vergangenen Jahr etwa 1600 Euro weniger in der Tasche. „Dazu tragen bei die höhere Mehrwertsteuer, die höhere Versicherungssteuer, die gestrichene Eigenheimzulage, die gestrichene Pendlerpauschale, der niedrigere Sparerfreibetrag, die höhere Pflegeversicherung, die höheren Rentenbeiträge und die teure Planwirtschaft im Gesundheitswesen", zählte Heubisch auf.
In Deutschland gebe es eine Gerechtigkeitslücke, die durch die Politik von CSU, CDU und SPD geschaffen worden sei.

Vereinfachung des Steuerrechts

„Nicht die CSU hat uns dazu gebracht, das Bündnis für mehr Netto zu gründen", sagte Gründer Andreas Keck über die Entstehung: „Uns hat aufgeregt, dass der Aufschwung nicht bei den Menschen ankommt." Der einzige der mehr bekomme sei der Staat. Johannes Hohentanner, Mitinitiator des Projektes, forderte ebenfalls eine Vereinfachung des Steuerrechts: „Rund 80 Prozent der Weltliteratur über Steuern handelt vom deutschen Steuerrecht", kritisierte er. Für Mitinitiator Daniel Föst ist die Senkung der Steuerlast nach eigenen Angaben auch eine Frage der Generationengerechtigkeit: „Beim Blick auf meinen ersten Gehaltszettel habe ich mich schon über die Differenz zwischen dem was mein Arbeitgeber bezahlt und dem was ich erhalten habe, gewundert."

„Mehr Netto vom Brutto ist das Gebot der Stunde", so die Initiatoren übereinstimmend. Bereits kurze Zeit nach dem Start haben sich mehr als 100 Unterstützer aus ganz Deutschland auf der Internetseite www.buendnis-fuer-mehr-netto.de eingetragen. Wer das Projekt unterstützen will, kann sich ebenfalls kostenlos eintragen.


Veröffentlicht von: Alexander Hauk
Web: http://www.alexander-hauk.de
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
bayern-nachrichten.de Herrn Dipl.-Pol. Alexander Hauk Gabelsbergerstr. 77 D-80333 München
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