Add to My Yahoo!
RSS Feeds
Deutsch
English

Schutz durch Killertoxine: Äthiopischer Kaffee vertraut auf Trichoderma

Kategorie: Wissenschaft
Artikel veröffentlicht von: Andreas Ketzmann


E-Mail Article
Print Article

Wer hätte gedacht, dass Schimmelpilze durchaus hilfreich sein können? Für die Kaffeebauern in Äthiopien jedenfalls wollen Wissenschaftler der Technischen Universität Wien diesen Beweis jetzt antreten und die ortsansässigen Plantagen auf diese Weise retten.

Schon eine Weile wird der Schimmelpilz Trichoderma als Kampfstoff gegen krankheitserregende andere Pilze verwendet. Dies soll nun dem Kaffeeanbau in Äthiopien zugute kommen, aber auch brasilianischen Bananen-Plantagen und den Kakaobauern an der Elfenbeinküste.

An der TU Wien weiß man inzwischen: Trichoderma produziert hefepilzähnliche Killertoxine, welche bewirken, dass eigenproduzierte Antibiotika durch die Zellwände anderer Schädlingspilze eindringen können, um dort ihre Arbeit zu tun. Am Institut für Verfahrenstechnik liegen derzeit rund 3000 unterschiedliche Schimmelpilze bereit. Nach gründlicher genetischer Untersuchung sollen die passenden Arten dann möglichst bald zum Rettungseinsatz kommen.


Veröffentlicht von: Andreas Ketzmann
Web: http://www.lethe-genussversand.de
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
Andreas Ketzmann, Kaffee-Experte. An ausgewählten Kaffeeseminar-Schauplätzen vermittelt er Interessantes und Ungewöhnliches über Botanik, Aroma, Anbau und Wuchsgebiete, über Sorten, Mahlgrade und Röstung, aber auch über Wirkung und Forschung. Beispiele finden sich in seinem Blog unter www.kafffee-geniessen.de oder unter www.kaffeeseminare.de
Dieser Artikel darf von Dritten für die Inhalte von Newslettern oder Websitecontent verwendet werden. Voraussetzung für eine Veröffentlichung durch Dritte ist, die jeweilige Autoreninfo aus 'Über den Autor', unter jedem Artikel vorhanden, unverändert mit zu veröffentlichen. Ein Verstoß gegen diese Regel, verstößt gegen die Copyright-Bestimmung. Es wäre ebenfalls von Vorteil den Verfasser des Artikels per e-Mail zu informieren, wo sein Artikel veröffentlicht wurde.


Weitere Artikel von Andreas Ketzmann: