Schmuck des EmpireKategorie: Schönheit Artikel veröffentlicht von: Susan Mueller
Als Empire wird der klassizistische Stil in Frankreich von etwa 1800 bis 1830 bezeichnet, also die Zeit unter Napoleon I. und die darauf folgenden Jahre. Im Design für den Schmuck des Empire wurden altägyptische und altrömische Elemente aufgenommen. Im Schmuck wurden hauptsächlich Edelsteine, Perlen sowie Gemmen und Kameen verwendet, die mit großer handwerklicher Perfektion verarbeitet wurden.
Es bestand ein großer Unterschied zwischen dem Tagesschmuck und dem Hof- beziehungsweise Abendschmuck. Dieser Schmuck für Repräsentationszwecke war die sogenannte Parure, eine Set, bestehend aus mehreren Schmuckstücken mit dem gleichen Design, meist ein Collier, Ohrgehänge, eine Brosche, zum Teil auch Armschmuck oder auch ein Diadem. Als Motive für das Design des Schmucks wurden unter anderen auch wuchtige Motive wie Widder- oder Adlerköpfe oder Lorbeerkränze verwendet, die römischen Dekorationselementen nachempfunden waren.
Besondere Schmuckstücke des Empire-Zeitalters waren Broschen, die man auf der Schulter trug, Schlangenarmbänder zum Tragen am Oberarm, etruskische Ohrgehänge und Kreolen in Schlangenform. Auch Armreifen mit durchbrochenen Mustern und Haarreifen waren in Mode.
Typisch war für diese Zeit, dass zum Beispiel für Broschen oder Ornamente auf Armreifen wertvolle Edelsteine wie Saphire oder Smaragde als Cabochon geschliffen den Mittelpunkt des Ornamentes bildete, umgeben von kleinen Perlen, Saatperlen genannt und flankiert von Verzierungen aus Edelmetall, gern neben Gelbgold auch Rotgold.
An Ohrringen gab es zwei grundverschiedene Typen, beide allerdings von imponierender Größe. Zum Einen waren das die sogenannten "Kreolen Ohrringe", sehr leichte, hohl gearbeitete große kreisrunde Reifen. Diese Ohrreifen waren besonders gern als Schlangen gestaltet, die sich in den eigenen Schwanz beißen. Sie waren meist filigran gearbeitet und verziert mit Perlen in Tropfenform und farbigen Edelsteinen. Zum Anderen gab es die „Pendeloques", bis zu 80 Millimeter lange Ohrgehänge, zusammengesetzt aus mehreren geometrischen Formen und Zierelementen.
Beliebte Dekorationselemente für den Schmuck waren neben diesen geometrischen Elementen auch stilisierte Blüten oder Blättermotive. Colliers wurden gern relativ halsnah getragen, da die Ausschnitte der Kleider wieder kleiner geworden waren gegenüber den vorigen Epochen. Meist hatten die Kleider kurze Ärmel, zu denen lange Handschuhe getragen wurden, Armbänder oder Armreifen sichtbar darüber.
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