Schlaftabletten - Vorsicht Suchtgefahr!Kategorie: Gesundheit Artikel veröffentlicht von: Gustav Graeber
Grundsätzlich sollte man Schlaftabletten nur in Notfällen und nur über einen kurzen Zeitraum einnehmen. Zum Beispiel bei großem Stress, wenn ein Angehöriger verstorben ist und anderen Ausnahmesituationen.
Allerdings beachten das nur die wenigsten und so nehmen viele Menschen Abend für Abend Schlaftabletten ein, weil sie denken, dass diese ihnen helfen.
Doch gerade so geraten sie in die Suchtspirale.
Der Körper gewöhnt sich sehr schnell an die Schlaftabletten, was zur Folge hat, dass die Wirkung nachlässt. Schlafstörungen treten erneut ein. So wird die Dosis erhöht und das ganze geht von vorne los.
Setzt man das Medikament nach längerer Einnahme wieder ab, werden die Schlafstörungen sogar noch schlimmer als vor dem Gebrauch.
Wie die meisten Medikamente haben natürlich auch Schlaftabletten zahlreiche Nebenwirkungen, wie z. B. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschwäche, Benommenheit, Schwindelgefühl und Abnahme der sexuellen Lust.
Letzteres kann im äussersten Fall sogar dazu führen, dass man seinen Partner verliert.
Natürlich ist auch die Fahrtüchtigkeit eingeschränk und vom Alkohol sollte man bei Einnahme von Schlaftabletten gleich ganz die Finger lassen.
Da Benzodiazepine die Atmung beeinflussen, wird Menschen mit Lungenkrankheiten und Schlafapnoe ganz von der Einnahme von Schlafttabletten abgeraten.
Leider werden Schlaftabletten aber auch zu anderen Zwecken missbraucht.
So hört man immer wieder von Suizidversuchen mit Schlaftabletten. In Suizidforen wird sogar dazu geraten Schlaftabletten zu nehmen, wenn man sein Leben vorzeitig beenden möchte und das möglichst schmerzfrei.
Leider gibt es kaum etwas positives über Schlaftabletten zu berichten, ausser dass sie am Anfang der Einnahme zu einem besseren Schlaf verhelfen.
Schlaftabletten sind nicht mehr als kurzfristige Notfallhelfer. Bei längerer Einnahme geht die Wirkung zurück und es bringt nichts mehr.
Wer also Ein- und Durchschlafprobleme hat, der sollte zu natürlichen und milden Hilfsmitteln greifen, da diese den Körper nicht belasten, ihre Wirkung nicht verlieren und auch nicht süchtig machen.
Es heisst zum Beispiel, dass Lavendel ein beruhigende Wirkung auf den Körper hat und ein Lavendelsäckchen unter dem Kopfkissen kann Schlaffördernd wirken.
Ansonsten helfen Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen.
Veröffentlicht von: Gustav Graeber Kontakt: e-mail
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