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Raubbau an Körper und Seele: Fasten – Fasten ist eine gefährliche Diätlüge

Kategorie: Wissenschaft
Artikel veröffentlicht von: Sven-David Müller-Nothmann


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Bei Fasten gerät der Körper in einen Mangel lebenswichtiger Stoffe wie essentieller Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine, mahnt heute der Berliner Ernährungsexperte Sven-David Müller-Nothmann rechtzeitig vor Beginn der alljährlichen Fastenzeit. Fasten aus religiösen Erwägungen und Fasten aus gesundheitlichen Gründen haben nichts miteinander zu tun. Dabei kann der menschliche Organismus von Fasten überhaupt nicht profitieren. Die immer wieder postulierten Schlacken sind nicht existent und die eintretende Vergiftung ist nun wirklich alles andere als gesund. Es ist erschreckend, das Jahr für Jahr hunderttausende von Menschen auf die Fastenmaffia, die Millionenumsätze mit der Hokuspokus-Pseudomedizin verdient, hereinfallen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen in Folge des Fastens sterben oder zumindest gesundheitliche Schäden wie Gichtanfälle, Kopfschmerzen oder Mangelzustände erleiden, so Müller-Nothmann.
Viele Menschen denken sogar, dass es möglich ist, durch Fasten das Körpergewicht zu reduzieren. Das ist prinzipiell möglich. Aber welcher Übergewichtige möchte in erster Linie Muskelmasse abbauen und den Körper entwässern. Der Verlust von Fettgewebe ist beim Fasten zu vernachlässigen, macht der Autor des Buches „Die größten Diätlügen" deutlich. Fasten führt durch den massiven Muskelabbau zum Jojo-Effekt und ist daher grundsätzlich zum dauerhaften Gewichtsmanagement ungeeignet. Kontraindiziert ist das Fasten für Menschen, die unter psychischen Krankheiten oder chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus leiden. Natürlich dürfen auch Menschen mit konsumierenden Erkrankungen, Rekonvaleszente, Herzkranke sowie Schwangere und Stillende nicht fasten. Eigentlich ist ärztlich überwachtes kurzzeitiges Fasten nur etwas für junge Erwachsene, die völlig gesund sind und die würden dann noch nicht mal davon profitieren, macht Müller-Nothmann deutlich. Den Gebrauch von Abführmitteln wie Glaubersalz, der auch heute noch im Rahmen von Fastenkuren üblich ist, lehnen Ärzte ab. Der Begriff Heilfasten, der eher aus dem marketingorientierten Lobbyismus stammt als aus der wissenschaftlich begründeten Medizin, führt den Verbraucher regelrecht in die Irre. Fasten kann überhaupt nicht heilen, sondern lediglich den Menschen schädigen.
Eine seelische Reinigung, wie sie das religiöse Fasten erreichen möchte, benötigt keine Nulldiät oder Saftfasten, sondern vielmehr die Abkehr von lieb gewonnenen Gewohnheiten und dem übertriebenen Genussmittelkonsum. Statt Fasten empfiehlt der Ernährungsspezialist mehr Gemüse und Frischobst zu verzehren, reichlich Mineralwasser zu trinken und den Konsum von fetten Süßigkeiten, alkoholischen und zuckerreichen Getränken sowie Fastfood einzuschränken. Das ist gesund und macht dauerhaft schlank, so Müller-Nothmann abschließend. Fasten hingegen gehört zu den dicksten Diätlügen und diesen sind die Ernährungswissenschaftlern Doreen Nothmann und der Diätassistent Sven-David Müller-Nothmann in ihrem neuen Buch „Die dicksten Diätlügen" auf der Spur. Auf 134 Seiten entlarven sie mehr als 50 Diätlügen und zeigen auf, warum Diäten nicht funktionieren und wie man trotzdem abnimmt.
Die dicksten Diätlügen
Doreen Nothmann und Sven-David Müller-Nothmann
Schlütersche Verlagsanstalt
12,90 Euro
ISBN 978-3-899993-533-2


Veröffentlicht von: Sven-David Müller-Nothmann
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
Sven-David Müller-Nothmann www.nutrimedic.de
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