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Fördert Ihr Job Ihre Persönlichkeit?
Kategorie: Business & Wirtschaft
Veröffentlicht von: Dietmar Feigenspan


Macht Ihnen Ihr Job, mit dem Sie sich Ihren Lebensunterhalt verdienen, spaß? Entfaltet er Ihre Persönlichkeit? Tun Sie, wofür Sie sich berufen fühlen? Empfinden Sie bei Ihrer Arbeit Enthusiasmus und Freude? Meinen Sie etwa, das wäre auch gar nicht wichtig? Die Karriere ist wichtiger? Na wenn Sie sich da mal nicht täuschen. Warum wohl gibt es immer mehr Menschen, die endlich das tun, was sie schon immer tun wollten? Die haben ihren Job einfach satt. Die haben es satt ihren Löwenanteil ihrer Lebenszeit mit einem Job zu verbringen, der sie nicht wirklich ausfüllt. Sie wollen nicht länger Teil eines Systems sein, das vollständige Kontrolle über ihr Leben hat.

Sage und schreibe 57 Prozent der deutschen Arbeitnehmer würden gerne in einen Beruf wechseln, der weniger stressvoll und gleichzeitig erfüllender ist als ihr augenblicklicher. Und sogar 70 Prozent verspüren keine Lust sich für ihr Unternehmen einzusetzen. Ja, sogar 18 Prozent haben bereits schon innerlich gekündigt. Summa summarum sind beachtliche 88 Prozent aller Mitarbeiter mit ihrem Job sehr unzufrieden. Nur 12 Prozent sind mit Leib und Seele bei der Sache und erledigen ihren Job mit Hingabe. Liebe Firmenchefs, ist das ein Ruhmesblatt für Sie? Wohl kaum, oder? Sollte Ihnen das nicht langsam zu denken geben?

Ein Unternehmer hat es mit seinem Personal umso leichter, je niedriger deren Bildungsstand ist. Mitarbeiter mit einem geringen Bildungsgrad sind meist auch schlecht bezahlt. Mehr als alle anderen sind sie darauf angewiesen ihren Job zu behalten. Also halten sie den Mund und schlucken ihren Verdruss herunter. Kann das gesund sein? Eher nicht. Was könnte dann wohl die Folge davon sein? Ein hoher Krankenstand ja wohl kaum, denn wir haben ja seit Jahren sehr niedrige Krankenstände. Aber kann es sein, dass die Mitarbeiter sich dann einen anderweitigen Ausgleich vom Unternehmen holen? Wovon der Chef nichts weiß? Lesen Sie dazu meinen Aufsatz: "Die Chefs als Verursacher wirtschaftlicher Einbußen".

Irgendwie passt das Gesamtbild nicht zusammen. Wieso? Na weil die Chefs rumjammern, dass ihnen geeignetes und gut ausgebildetes Personal fehlt und auch nicht zu bekommen ist, aber sie andererseits dafür verantwortlich sind, dass satte 88 Prozent der Arbeitnehmer unzufrieden mit ihrem Job sind. Verstehen Sie, was ich Meine? Auf einen zufriedenen Mitarbeiter kommen sieben unzufriedene. Und was machen die Firmenlenker? Denen ist das gleich. Warum ich mir da so sicher bin? Na weil sonst die Chefs ja etwas ändern würden. Wenn ein Mitarbeiter kündigt, dann sind sie sogar noch froh darüber, denn dann sparen sie sich ja die Abfindung. Leider kündigen meist nur die gut ausgebildeten.

Die haben genug davon, in einer immer kälter und unsicherer werdenden Arbeitswelt, immer härter zu arbeiten und dabei auch ständig das Damokles-Schwert einer plötzlichen "Freisetzung" (Kündigung) im Nacken zu spüren. Egal was für einen Arbeitsvertrag sie haben. Da streitet die Politik über Kündigungsschutz, obwohl es den in der Realität eigentlich gar nicht mehr gibt. Schade, denn es ist relativ einfach aus demotivierten "Kostenfaktoren" (Arbeitnehmer), motivierte Mitarbeiter zu machen. Und die sind auch um ein Vielfaches wirtschaftlicher. Das habe ich in der Vergangenheit bereits einige Male bewiesen und sogar klar berechnen können.

Es ist sogar so, dass ein Chef, der seine Arbeitnehmer zu erfolgreichen und glücklichen Mitarbeitern macht, erstens seinem Unternehmen einen wirtschaftlichen Turbo implantiert, er zweitens mehr Zeit für sich und seine Familie hat und drittens er selbst um einiges zufriedener wird. Und das mit rund 95 Prozent des bisherigen Mitarbeiterstammes. Stattdessen fördern die Chefs dauerhafte Unzufriedenheit, schlechte Laune und das heimliche Lesen von Stellenanzeigen. Sie sorgen dafür, dass es ihren Arbeitnehmern nicht mehr gut geht, weil die unter ihrer Arbeit leiden. Das kann die Folge von Langeweile und Unterforderung, aber auch von Stress und Überforderung sein. Die Menge der Stunden ist dabei gar nicht so wichtig, denn oft arbeiten gerade Menschen die ihren Beruf lieben überdurchschnittlich viel.

In jedem Fall sollte sich ein Arbeitnehmer fragen, ob er noch im richtigen Beruf ist. Und sind Sie es? Arbeiten Sie für die Schublade, oder sogar für den Papierkorb? Oder bewegen Sie etwas? Bekommen Sie aufrichtige Anerkennung für Ihre Arbeit? Arbeiten Sie selbstbestimmt und frei? Sind Sie Herr (Frau) über Ihre Zeit? Oder hat Sie Ihr Unternehmen in der Hand? Wie sieht es mit Reibungsverlusten und Querelen aus? Lähmende Routine des Immergleichen? Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es dazu kommen konnte, dass Sie einen Job machen, der Ihnen keine richtige Freude bereitet? Der gar nicht Ihr "Ding" ist?

Oft werden Jugendliche in einen Beruf hineingeredet. Sei es aus Mangel an Alternativen, oder weil viele mit 18 Jahren immer noch nur eine unklare Vorstellung davon haben, was sie werden wollen. Sehr viele gehen dann einen Weg, den sie später bereuen. Doch höret: Diesen Fehler können Sie korrigieren. Ist es nicht ein trauriges Dasein, einen Job zu machen, weil es keine Wahl gibt und ansonsten das Geld nicht reinkommt? Doch wie finden Sie heraus, was Ihre Berufung ist? Dazu möchte ich Ihnen gerne mein Seminar "Einfach erfolgreich und glücklich durchs Leben" empfehlen. Da lernen Sie in nur drei Tagen, wie Sie Ihr Leben wirklich selbst gestalten können. Dauerhaft und nachhaltig.

Dort werden all die Themen, die ich hier nur anschneiden kann, intensiv durchgegangen. Sie lernen sich selbst (besser) kennen. Sie brauchen auch Klarheit über die Fragen: "Wer bin ich?" und "Wer möchte ich sein?". Denn erst wenn Sie Ihren Ausgangspunkt kennen, können Sie anfangen Ihr Lebensziel (Sinn Ihres Lebens) anzusteuern. Was bewegt Sie aus Ihrem tiefsten Inneren? Geld und Macht? Kreativität? Tun, wovon andere profitieren?

Das Gejammer über die wirtschaftliche Situation Deutschlands hat auch ihr Gutes. Es findet ein allmähliches Umdenken statt. Etwas mit Leidenschaft zu tun wird langsam wichtiger, als die vermeintliche Karriere und der große Gehaltsscheck. Die "unsicheren" Zeiten machen deutlich klar, dass es wichtiger ist eine Arbeit zu finden, die wirklich Spaß macht, als unglücklich zu malochen. Denn ein Beruf ist dazu in der Lage, uns Glücksmomente zu verschaffen. Ist es nicht das, was wir eigentlich wollen? Erleben wir nicht Augenblicke tiefster Freude dort, wo wir im eigenen Tun aufgehen? Und sind nicht diese Momente wie ein Schweben? Ein Flow? Und bei dem Einen oder Anderen ist das vielleicht sogar ein Beruf in dem sehr gut verdient wird.

Den Chefs sollte es auch zu denken geben, dass 31 Prozent der Arbeitnehmer nur das Unternehmen, aber gar nicht den Beruf wechseln wollen. Denken Sie auch an die 88 Prozent von weiter oben! Als Chefs können Sie nämlich für die notwendigen Arbeitsplatzbedingungen sorgen und sich mehr um das emotionale Wohlbefinden der Mitarbeiter kümmern. Nur die Chefs sind in der Lage ihr Unternehmen so zu verändern, dass die Talente der Mitarbeiter voll in Anspruch genommen werden und das diese so zur Entfaltung ihres wahren Potentials kommen (Seminar "Führen leicht gemacht ..., oder wie Manager mehr Zeit für sich haben). So schafft ein Unternehmen möglichst viele Flow-Momente in der Arbeit. Und das nutzt dem Unternehmen sehr viel mehr, als jede "Entlassungsproduktivität".


Veröffentlicht von: Dietmar Feigenspan
Web: http://www.erfolgreich-und-gluecklich.de
Kontakt: e-Mail


Über den Autor:
Dietmar Feigenspan ist seit über 20 Jahren als Führungskraft tätig. Im laufe der Zeit hat er ein eigenes, sehr wirkungsvolles Führungssystem/-konzept entwickelt. Es hat dazu geführt, dass seine Mitarbeiter fünf Mal besser als der Bundesdurchschnitt wurden.