Philosophie der Freiheit – ein fragenreiches ProblemKategorie: Wissenschaft Veröffentlicht von: Renate Miethner
Freiheit ist immer schon ein problembelasteter Begriff gewesen. Mit den Erkenntnissen der Neurowissenschaften scheint alles noch viel schwieriger geworden zu sein. Rousseau formulierte noch schlicht: "Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will". Ist der Mensch aber tatsächlich in seiner persönlichen Entwicklung und in seinen Handlungen überhaupt frei, oder stellen Umwelt, jeweiliges Umfeld, Erziehung und weitere Faktoren, die gar nicht von ihm beeinflusst werden können, bereits die Weichen und unabänderlichen Bedingungen für seinen weiteren Lebensverlauf? Stecken Fremdfaktoren wie diese den ihm zur vermeintlich freien Verfügung stehenden Spielraum ab? Lässt sich der Anspruch auf Freiheit grundsätzlich vereinbaren mit verschiedensten Gebundenheiten, Naturgeschehnissen, natürlichen Abhängigkeiten und sozialen Zwängen? Kann ein abhängiges Wesen wie der Mensch überhaupt als frei bezeichnet werden, oder handelt es sich bei der Rede von de Freiheit lediglich um eine Illusion? Gibt es vielleicht eine uneingeschränkte Notwendigkeit, nach der man als Mensch handelt, die man aber nur als Freiheit interpretiert? Und falls ja, kann der Mensch sich von ihr befreien? Und wenn man an menschliches Zusammenleben denkt: Ist es in einer Gemeinschaft mit anderen Lebewesen überhaupt möglich, frei zu sein, wenn man darunter versteht, dass man tun und lassen kann und darf, was man will, und wann man es will, ohne Rücksichtnahme auf sich selbst oder seine Mit-Lebewesen und seine Umwelt? Wie weit reicht da die Toleranz, und wann fängt das Desinteresse an?
Das Bedürfnis nach Beantwortung und Diskussion solcher und ähnlicher grundsätzlicher Fragestellungen wird oftmals übersehen. Dabei ist seine Gewichtung alles andere als gering. Um hier einen Beitrag zu leisten, bietet das Bonner Beratungsunternehmen Apeiron für interessierte Leser mit Hang zum philosophischen Denken in diesem Zusammenhang einen neuen Service an. Unter dem Titel „Philosophiemonatsbrief“ lässt sich kostenfrei eine monatliche Publikation zu philosophischen Themen auf der Homepage des Anbieters downloaden oder via Email abonnieren. Behandelt wird jeweils ein klassisches philosophisches Thema anhand aktueller Diskussionen aus Politik und Gesellschaft. Abgerundet wird die Publikation mit einem Literaturtipp.
Im Philosophiebrief des Monats Februar liegt der thematische Schwerpunkt auf Fragen, die den Menschen im Zusammenhang seiner Rolle als Bürger betreffen. Ein Unmaß neuer Gesetzesvorlagen und Verordnungen zu den unterschiedlichsten Inhalten steht an, und doch sind es vor allem Fragen der sozialstaatlichen Versorgung, die für die öffentliche Diskussion im Zentrum stehen. Der Philosophiemonatsbrief nimmt hier exemplarisch zwei heraus und betrachtet sie aus philosophischer Perspektive genauer. Vorweg finden sich einige grundsätzliche Gedanken zu Funktion und Grenzen eines Staates an sich, vor deren Hintergrund sich leichter weiter denken lässt.
Der Philosophiemonatsbrief ist abrufbar unter http://www.philosophieberatung.de/Philosophiebrief_02-06.pdf
Veröffentlicht von: Renate Miethner Web: http://www.philosophieberatung.de/ Kontakt: e-Mail
| Über den Autor: |
| Apeiron Philosophieberatung, 2005 gegründet von der Bonner Philosophin Renate Miethner, ist ein dezidiert philosophisch ausgerichtetes Beratungsunternehmen. Renate Miethner studierte Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhems-Universität Bonn und arbeitete ausführlich über Kant und die erkenntnistheoretischen Ansätze des deutschen Idealismus. |
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