Pflanzengenie Sutherlandia Fructens: „Bringt dir das Herz zurück“Kategorie: Gesundheit Veröffentlicht von: Monika Braun
Kann eine unscheinbare Pflanze, die wie Unkraut wächst, Heilkraft für die Menschen in sich verhüllen?
Sutherlandia, ein bei uns eigentlich verkanntes Pflanzen-Genie, fristet für die moderne Medizin ein vergessenes Dasein am Rande der sandigen, heißen Straßen im Süden Afrikas.
Doch vielleicht liegt in diesem unscheinbaren Gewächs ein enormes Potential als Nahrungsergänzungsmittel gegen alle möglichen Leiden, auch für unsere westliche, von der Schulmedizin bestimmten Welt.
Sutherlandia Frutescens, auf deutsch Ballonerbse oder Krebsbusch genannt, ist ein immergrüner Halbstrauch und Schmetterlingsblütler aus der Familie der Hülsenfrüchtler wie etwa auch die Erdnuss und die Sojabohne. Sie hat silbrig-grüne, fedrige Blätter, kleine, rote Blütenbüschel und die typischen blasenartigen Samenstände. Sutherlandia ist eine so genannte Pionier-Pflanze: Sie kann extreme Bedingungen ertragen und sie wächst an Stellen, an denen sonst keine andere Pflanze gedeihen kann. Etwas anderes ist dabei aber erstaunlich: Dringen nämlich andere Pflanzen in diese Gebiete vor, verschwindet die Ballonerbse. Sutherlandia Fructens ein Eigenbrötler? Im kargen Wüstenteil Südafrikas ist und bleibt sie aber oft einzige Pflanze weit und breit.
Vielleicht ist es so, dass diese kleine, rebellisch anmutende Pflanze die Kraft, die sie braucht, um an solchen, für uns eher toten Orten wie dem heißen Steppengebiet gegen sandigen, steinigen Boden, brutale Hitze, Stürme, ohne Wasser anzukämpfen, an uns Menschen einfach weitergeben kann?
So scheint es zu sein, denn neuste wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Sutherlandia ein hervorragendes Mittel zur Stärkung des Immunsystems ist, gegen altersbedingten Zellabbau wirkt und vor allem dem Stressabbau dient.
Sutherlandia – ein altes Allheilmittel
Das aber erkannten schon lange die traditionellen Heiler Afrikas, die Sutherlandia als vielfältiges Allheilmittel für ihre Patienten nutzen.
Beim Stamm der Zulu beispielsweise nennt man die Ballonerbse "Insiswa" (alt) und "Umwele" (neu), was eigentlich aber „Trauer und Dunkelheit vertreibend“ heißt. Gemeint ist die antidepressive Wirkung des Krebsbusches. Die Sotho bezeichnen die Sutherlandia als "Motlepelo", „das Herz zurückbringend“, denn bei allen Heilern ist die Wirkungskraft der Heilpflanze bei emotionalen Stress geschätzt.
Der traditionelle Name der Tswana für Sutherlandia ist „Phetola“, was soviel besagt wie „es ändert sich alles“, sie findet somit ihren Einsatz als Umstimmungsmedizin. Und das kann sie auch, denn die Pflanze vermag den Verlauf vieler Krankheiten positiv zu beeinflussen, verbessert die Stimmung und weckt so die Eigenheilkraft, eine Tatsache, die für die Therapie der Patienten von größter Bedeutung ist.
Beim Volk der Sotho heißt die Pflanze „Lerumo-lamadi“ - „Speer des Blutes“. Hier wird sie vor allem als Mittel verwendet, das das Blut reinigen und den Körper kräftigen soll. Sie wird eingesetzt gegen Leber- und Magenbeschwerden.
Pharmakologische Effekte des Pflanzenwunders
Als Hauptinhaltsstoffe enthält Sutherlandia zahlreiche Aminosäuren, wie z.B. L-Canavanin, daneben Pinitol und GABA, Gemische von bitteren Triterpenglykosiden und mehrere Flavanoide.
L-Canavanin, eine nicht proteinogene Aminosäure, fungiert als ein L-Arginin Antagonist, verringert die Aufnahme essentieller Aminosäuren aus dem Darm und stört die Proteinbiosynthese. Antivirale (u.a gegen Grippe-Viren), antimikrobiell, antifugale und antitumoröse Eigenschaften konnten nachgewiesen werden und erklären die erfolgreiche Anwendung von Sutherlandia in der Krebstherapie.
Pinitol ist für die antidiabetische Wirkung verantwortlich und kann zur Therapie des Kräfteverfalls bei Krebs- und AIDS-Patienten eingesetzt werden.
Zusätzlich enthält sie das so genannte GABA, was für Gamma-Amino-Buttersäure (a - acidi) steht und eine nichtessentielle Aminosäure ist. GABA ist eigentlich das natürliche "Beruhigungsmittel" des Gehirns, wirkt mentalem und emotionalem Stress, Angstgefühlen, Panikattaken, Depressionen und Schlaflosigkeit entgegen. Damit kann die stimmungsaufhellende und die das Wohlgefühl steigernde Wirkung von Sutherlandia begründet werden.
Die Triterpenoide wirken stark vitalisierend.
Fasst man die Forschungsergebnisse und klinischen Erfahrungen zusammen, können der Pflanze zahlreiche pharmakologischen Effekte zugeschrieben werden: Sutherlandiapräparate wirken immunstimulierend, entzündungshemmend, gefäßerweiternd, schmerzstillend, insbesondere bei Magengeschwüren und Gastritis, pilztötend, sie sind wirksam gegen Viren, wirken antibakteriell, geschwulst- und tumorhemmend.
Hervorragende Pflanzensynergie: Hoodia und Sutherlandia
All diese Funktionen der Pflanze lassen sie aber auch – und das ist völlig neu – als Diätergänzungsmittel werden: Sie nimmt den Hunger, stärkt und hebt die Laune und die Lust eine Diät durchzuhalten. Zusammen mit Hoodia Gordonii genommen entwickelt sich im Körper des Diätwilligen eine Synergieeffekt, der erstaunlich ist: So hält man jeden Diätplan durch und steigert sein Wohlbefinden und schafft etwas für seine Gesundheit.
Wissenschaftliche Ergebnisse konnten zudem bei beiden Mitteln keinerlei Nebenwirkungen feststellen. Jedoch sollte man – wie bei allen Nahrungsergänzungen – auf Reinheit der Präparate achten.
Letzter Hoffnungsschimmer von Aidskranken in Afrika
Eine besondere Bedeutung kommt diesem Allroundtalent der Pflanzenwelt zur Zeit aber wohl in der Behandlung von AIDS in Afrika zu: Die Pflanze scheint in der Lage zu sein das Immunsystem so zu stärken, dass für Aids-Patienten eine deutliche Besserung der Lebensqualität gegeben ist. Doch wirkt sie nicht gegen Aids, sondern mildert lediglich die Symptome. In Afrika jedoch ist sie oft die einzige Hoffnung von Aids-Patienten, ein Mittel, das man billig erwerben kann.
Westliche Pharmakologen sind jedoch weniger an Sutherlandia interessiert, denn das Mittel ist einfach zu billig um interessant für geschäftlichen Gewinn zu sein. So wird es nur ganz wenig bei uns angeboten.
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| Über den Autor: |
| Monika Braun, Studium der Ernährungswissenschaften, Psychologie, Erziehungswissenschaften und Germanistik.
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