Kamine in ImmobilienKategorie: Kultur Veröffentlicht von: Susan Mueller
Er ist eine Vorrichtung zur Beheizung der Zimmer in Wohnungen und anderen Immobilien und sorgt zudem noch für eine dezente Beleuchtung. Der Kamin kann vollständig in der Wand liegen oder auch nur teilweise und besteht aus Mauerwerk oder Eisenplatten. In ihm wird Brennmaterial auf einem Rost verbrannt. Ruß, Verbrennungsgase und Feinstaub werden umgehend in den Schornstein der Immobilien entweichen.
Es wird unterschieden in den offenen und den geschlossenen Kamin. Der klassische offene Kamin ist eine eher etwas antiquierte Form der Energiegewinnung. Er wurde früher aufgrund der fehlenden Zentralheizung sowohl als Heizalternative genutzt wie auch dazu, einzelne Räume von ansonsten unbeheizten Immobilien bewohnbar zu machen. Das Feuer wirkte nur durch seine Wärmestrahlung. Eine Kaminheizung ist daher recht unvorteilhaft.
Ein Kamin, welcher weit hervorragt und einen pyramidischen Mantel, welcher auf Konsolen oder anderen Vorkragungen steht, hat, nennt sich lombardischer Kamin. Französische Kamine befinden sich komplett ausserhalb der Mauer und die deutschen Kamine ragen noch weiter hervor und haben einen hohen Mantel. Holländische hingegen sind ganz im Mauerwerk eingebettet.
Der Wirkungsgrad des Kamins kann erheblich verbessert werden, indem Kaminöfen aus Eisenblech genutzt werden. Diese werden in die Öffnung eingesetzt oder vor die Kaminwand gestellt. Mit Rohren wird dieses dann an dem Kamin luftdicht angeschlossen. Die kalte Luft im Zimmer wird durch Konvektion eingesogen, dann am Feuer erwärmt und oberhalb strömt sie dann im erwärmten Zustand wieder aus. Wesentlich besser ist der Wirkungsgrad eines Kaminofens als der eines einfachen offenen Kamins.
Der geschlossene Kamin ist eine technische Weiterentwicklung des herkömmlichen offenen Kamins. Der Wirkungsgrad dieses Kamins ist äußerst hoch. Mit einer feuerfesten Glasscheibe ist der Kamin zum Zimmer hin abgegrenzt. Optimiert wurde hier die Luftführung von Rauchgas und Frischluft in dem wasserführenden geschlossenen Kamin.
Wassergekühlt sind die doppelwandigen Seitenwände, der Feuerrost sowie auch die Rauchgastaschen, welche sich im Feuerraum befinden. Das Wasser wirkt dabei als Energieträger. Über das Heizungsnetz wird das erwärmte Wasser in die Wohnräume der Wohnungen geleitet oder dient als Heißwasserversorgung. Dieser wasserführende Kamin wirkt als eigenständige Heizungsanlage und kann so auch zur Entlastung anderer Heizsysteme oder als Zweitheizung genutzt werden.
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