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Gebot und die Spielregeln der Heilreisenarbeit
Kategorie: Religion
Veröffentlicht von: Sebastian Lichtenberg


Die Geistheiler - Arbeit kennt nur wenige Dogmen, denn sie will dem Menschen möglichst freie Hand lassen, damit er zu seinen wahren Selbstheilungskräften findet. Aus diesem Grund muß sich der Leiter von vorneherein darüber im klaren sein, daß es seine vornehmste Aufgabe ist, die Entscheidungsfähigkeit des Klienten zu fördern. Deshalb muß der Klient auch vor jeder Reise ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß es seine Reise ist, daß er das Recht hat, innerhalb der Heilungs - Welt jede beliebige Entscheidung zu treffen, und daß er die Reise jederzeit abbrechen kann, sofern er sich dabei an die
Spielregeln hält.

Nur wenn der Klient die Nerven verliert und in Panik gerät, darf der Leiter ihm ungebeten Anweisungen, ja Befehle erteilen und ihm Entscheidungen abnehmen, doch auch dies darf nur eine vorübergehende Erscheinung sein: Sobald der Klient sich wieder gefangen hat, muß der Tattwa - Leiter ihm wieder freie Hand lassen, solange die Spielregeln eingehalten werden.

Diese lauten, wie bereits erwähnt:
• Der Reisende darf nur durch das korrekte Symboltor in des Geistheiler - Welt eintreten.

• Der Reisende muß seine Erlebnisse und Wahrnehmungen laut schildern.

• Der Reisende soll seine Entscheidungen innerhalb der Heilungs - Sphäre selbst treffen, der Leiter steht ihm lediglich beratend zur Seite und greift nur dann (vorübergehend) ein, wenn der Reisende die Kontrolle über seine Erlebnisse verlieren und in Panik geraten sollte. Ziel eines solchen Eingriffs ist die möglichst umgehende Wiederherstellung der
Entscheidungsfähigkeit des Reisenden.

• Der Reisende muß zur Beendigung der Reise stets dense lben Weg zurück nehmen, den er gekommen ist. Zum Nichtbeeinflussungs- Gebot gehört es auch, daß der Leiter sich jeder Interpretation der Symbole enthält. Symbole werden in der Arbeit so hingenommen, wie sie sich darstellen: ein Baum ist zunächst einmal ein Baum und weiter nichts!

Dieser an sich selbstverständliche Hinweis ist notwendig, weil es eine große Anzahl verschiedener psychologischer Schulen und Deutungssysteme gibt, die mit eienen Deutungsschemata arbeiten und diese der Symbolerfahrung oktroyieren.
Dies ist besonders in der Traumarbeit weit verbreitet. Da wird aus einem Baum gern ein Phallussymbol konstruiert, eine weibliche Figur wird mit der Mutter des Klienten identifiziert, ein Raubtier soll für Kastrationsängste stehen und so weiter.
Es ist hier nicht der Ort, um grundsätzlich über Wert und Unwert eines derartigen Angangs zu diskutieren. Wir wollen lediglich festhalten, daß die Tattwa - Arbeit weitgehend ohne derlei Schemata auskommt.


Veröffentlicht von: Sebastian Lichtenberg
Web: http://www.camelotakademie.de
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Über den Autor:
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