Neue Broschüre: „Operationssaal Mindelburg“ erinnert an Lazarett für Gesichts- und KieferverletzteKategorie: Gesundheit Veröffentlicht von: Alexander Hauk
Mindelheim. Der „Förderkreis Mindelheimer Museen e.V." im bayerischen Mindelheim (Landkreis Unterallgäu) hat eine neue Broschüre veröffentlicht: Auf rund 80 Seiten erinnert das Heft mit dem Titel „Operationssaal Mindelburg" an die Zeit zwischen 1945 und 1950, als auf der Mindelburg das Kiefer- und Gesichtsverletztenlazarett untergebracht war. Mehrere Autoren und Zeitzeugen berichten in ihren Beiträgen über die schwierige Nachkriegszeit.
Mehr als fünf Jahre war die Mindelburg – einst Sitz des Ritters Georg von Frundsberg (1473-1528) – ein Speziallazarett für Gesichts- und Kieferverletze. Es waren meist junge Menschen, die bei gefährlichen Einsätzen an der Front schwere Verstümmelungen im Gesicht davon getragen haben und häufig so entstellt waren, dass sie von ihren Angehörigen und Bekannten kaum noch erkannt wurden.
In zahlreichen Operationen gaben ihnen Ärzte ein neues Antlitz. Dabei wurden viele neue Operationsmethoden entwickelt. In Fachkreisen gilt das imposante Gebäude deshalb als eine der Wiegen der modernen Schönheitschirurgie. Insgesamt wurden rund 4.000 Versehrte in der Kreisstadt an der Mindel behandelt.
Das Büchlein (ISBN-Nr. 978-3-00-023482-8) mit zahlreichen Fotos ist in den Mindelheimer Buchhandlungen, im Museum im Jesuitenkolleg und beim Verkehrsamt der Stadt erhältlich.
Veröffentlicht von: Alexander Hauk Web: http://www.alexander-hauk.de Kontakt: e-Mail
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