Thankas und der LamaismusKategorie: Wissenschaft Veröffentlicht von: Antonia Ambruoso
Thankas sind Rollbilder, die hauptsächlich in Ländern genutzt werden in denen der Lamaismus verbreitet ist wie zum Beispiel Tibet, China, Nepal oder der Mongolei. Verwendet wurden die Bilder zuerst hauptsächlich von Pilgern, die im Land monatelange unterwegs waren. Diese nutzten die Rollbilder als Schutz vor dämonischen Einflüssen. Verwendung fanden Thankas ebenfalls von den Mani Lamas, die von Haus zu Haus zogen und die Rollbilder für den religiösen Anschauungsunterricht nutzten. Im späteren Verlauf wurden immer mehr Malstile entwickelt, wozu unter anderem der chinesische Stil gehört, der hauptsächlich in der osttibetischen Schule von Kham anzutreffen war. Bei einem Thanka ist zwar die künstlerische Herstellung ebenfalls wichtig, hauptsächlich werden die Bilder jedoch zum meditieren verwendet, weshalb die abgebildete Gottheit der wichtigste Punkt ist. Es gibt heute noch Thankas die in Klöstern in bestimmten Schutzgottheitenräumen aufbewahrt werden, um diese vor den Blicken Uneingeweihter zu schützen. Die hergestellten Touristenthankas zeigen in der Regel keine genaue Maltechnik und keine genaue Ikonographie. Ein Rollbild zeigt im Zentrum eine heilige Person oder den so genannten Yidam. Diese Gottheit ist dabei umgeben von einem Lichterkranz, wobei im oberen Teil des Bildes sehr oft der spirituelle Vater dargestellt wird, welcher als Strahlungsleib die zentrale Figur darstellt. Im unteren Teil des Bildes werden in der Regel meist Opfergaben sowie zornvolle Schutzgottheiten abgebildet.
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