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Die Gruppe Ludarleabe präsentiert ihr neues Programm „jo mei“
Kategorie: Unterhaltung
Veröffentlicht von: Alexander Hauk


Von Alexander Hauk, www.allgaeu-nachrichten.de

Kaufbeuren/Aitrang . Die Gruppe Ludarleabe zu beschreiben ist nicht ganz einfach. Schon die Musik der fünf Frauen um Komponist und Texter Harald Probst lässt sich in keine Schublade stecken. Diana Durner-Maier aus Webams beschreibt Ludarleabe so: „Wir sind fünf Weiber und a Mannsbild aus dem Allgäu, mit eigenen Kompostionen, a bisserl frech und a bisserl romantisch." In den vergangenen Wochen hat die Gruppe ihr neues Programm mit dem Titel „jo mei" einstudiert.

Zu einem Markenzeichen von Ludarleabe haben sich die Lederhosen und ihr stellenweise fünfstimmiger Gesang entwickelt. Neben Harald Probst (Gitarre) und Diana Durner-Maier (Percussion) gehören auch noch Katrin Eble (Akkordeon), Claudia Krißmer (Querflöte), Christine Knauer (Bass) und Angela Gilgenreiner (Violine) zu Ludarleabe. „Luder, das sind im Allgäu schlaue, freche Frauen", erklärt Probst den Bandnamen. Auf jeden Fall habe das Luder im Namen Ludarleabe nichts mit den freizügigen Ludern aus dem Fernsehen zu tun.

Der 49-jährige Musiklehrer aus Aitrang ist auch der Kopf und Gründer von Ludarleabe. Er schreibt und textet die Lieder für die Gruppe, die seit rund fünf Jahren für Aufsehen im Allgäu sorgt: „Ich beobachte den Menschen und die Natur, beschreibe unsere Allgäuer Heimat." Natürlich auf „Allgäuerisch". Darin könne er das, was er sagen möchte, treffender ausdrücken. Wenn Ludarleabe mal Hochdeutsch singen, dann sei das nur ein Ausdrucksmittel. „Mehr nicht." Die meisten der Lieder seien extra auf eine der Musikerinnen zugeschrieben worden. Eine einzige Sängerin gibt es nicht, die Frauen im Alter zwischen 18 und 33 Jahren wechseln sich während des Auftritts ab.

Das Ludarleabe häufig mit volkstümlicher Musik in Verbindung gebracht werden, ärgert Probst: „Unsere Wurzeln liegen zwar in der Volksmusik, aber wir sind sicher nicht volkstümlich." Die Gruppe mache ehrliche Musik, mal mit Blues-Einfluss, mal mit Reggae-Einfluss, auch in den Texten. „Jo mei", eines der neuen Lieder, sei so ein Beispiel: „ Jo mei der hots doch sche, sitzt am helllichte Tag an de’ Sonne do, schaut uns beim schaffe zu vo was der leabe dut". „In unserer Gesellschaft gilt vor allem der wichtig, der kaum noch Zeit für irgendwas hat", erklärt Probst zu dem Lied.

Ludarleabe machen erfolgreich Musik. Dem Bayerischen Rundfunk gefiel die Gruppe aus dem Allgäu so gut, dass der Rundfunksender mit den Musikern eine CD produzierte. „Die Zweite ist in Arbeit", sagt Probst. Demnächst wird Ludarleabe auch bundesweit im Fernsehen zu hören sein. Das ZDF will laut Probst für einen Dokumentarfilm über die Heiligsprechung der Crescentia Höß mehrere Lieder der Gruppe verwenden.

Einen Plattenvertrag haben Ludarleabe noch nicht. Das sei auch nicht das Ziel, sagt Probst. „Ich habe das selbe Ziel, wie ein Baum auf einem Vogel", erklärt der 49-Jährige, der seit seinem 13. Lebensjahr in Musikgruppen spielt. Jetzt wollen Ludarleabe ihr neues Programm mit dem Titel „Löwenzahnfrühling" vorstellen. Heute Abend (Mittwoch, 8. Mai 2002) tritt die Gruppe im Altbau in Irsee auf, am 23. Mai im Modeon in Marktoberdorf. (Text von 2002)


Veröffentlicht von: Alexander Hauk
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