Print
 

Achillessehnenriss
Kategorie: Sport
Veröffentlicht von: Dr. Josef Reindl


Über die Achillessehne werden das Fersenbein und die Wadenmuskulatur miteinander verbunden. Ein Riss ereignet sich meistens bei sportlicher Betätigung. Am häufigsten sind Personen zwischen 30 und 50 Jahren betroffen. Meist wurde die Achillessehne über Jahre hinweg zuvor durch Verschleiß und Abnutzung geschwächt. Auch bestimmte Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Rheuma, Gicht) und spezielle Medikamente können das Risiko für einen Riss der Achillessehne erhöhen. Eine plötzliche Überbeanspruchung beim Sport kann dann zum Riss führen. Seltener sind auch Tritte oder Schläge auf die Achillessehne (z.B. im Basketball) Ursache für einen Riss der Achillessehne. Eine Ruptur macht sich typischerweise durch einen deutlich hörbaren Knall bemerkbar. Der Betroffene spürt dabei meist stechende Schmerzen. Durch die Verletzung von Blutgefäßen kann es auch zu Schwellung und Blutergüssen in dem Bereich kommen.

In den ersten Stunden, nachdem sich ein vollständiger Achillessehnenriss ereignet hat, ist meistens eine Delle im Fersenbereich zu ertasten. Einen Hinweis, ob die Achillessehne gerissen ist, liefert auch der sogenannte Thompson-Test. Dabei drückt der Arzt, während der Patient auf dem Bauch liegt, die Wadenmuskulatur von beiden Seiten. Dabei kommt es bei Personen mit intakter Achillessehne zur sogenannten Plantarflexion: Der Fuß wird in Richtung Fußsohle gebeugt. Bleibt die Plantarflexion aus, so ist eine Ruptur der Achillessehne sehr wahrscheinlich.

Die Behandlung kann operativ oder konservativ erfolgen. Bei älteren Patienten tendiert man meist eher zur konservativen Behandlung. Beide Behandlungsmöglichkeiten dauern in der Regel 12 bis 16 Wochen.


Veröffentlicht von: Dr. Josef Reindl
Kontakt: e-Mail


Über den Autor:
Dr. Josef Reindl info(at)agentur-dr-reindl.de