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Zu wenige Ingenieure in Deutschland
Kategorie: Bildung & Beruf
Veröffentlicht von: Johannes Kaiser


Der Fachkräftemangel in Deutschland macht sich besonders im Ingenieurswesen bemerkbar. Viele Industrieunternehmen können ihre offenen Stellen nicht besetzen, da entsprechende Akademiker fehlen. Dieser Problematik will die Bundesregierung nun durch zwei wesentliche Maßnahmen Abhilfe schaffen:

Zum einen soll es ausländischen Ingenieuren leichter gemacht werden, Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erhalten. Insbesondere für die 12 neuen EU-Staaten sollen dabei einzelne Restriktionen wegfallen, um ihnen den Weg nach Deutschland zu erleichtern. Für Maschinenbau- und Elektroingenieure aus diesen Ländern soll die so genannte Vorrangprüfung abgeschafft werden. Diese sieht vor, dass ausländische Bewerber nur dann einen Arbeitsplatz bekommen können, wenn es für eine bestimmte Stelle keinen deutschen und keinen EU-Bewerber gibt.

Zum anderen sollen jedoch deutsche Hochqualifizierte gezielt gefördert werden, um dem Fachkräftemangel mit deutschen Ingenieuren entgegenwirken zu können. Ebenso sollen Arbeitnehmer unterstützt werden, die ihre Qualifikation durch Fortbildungen verbessern wollen.

Dass schnelles Handeln nötig ist, belegen die Statistiken. Im letzten Jahr blieben alleine fast 8000 Ingenieursstellen im Maschinenbau unbesetzt, in der Bauwirtschaft waren es mehr als 3000.

Um die Chancen auf einen geeigneten Bewerber zu erhöhen, stützen sich mittlerweile viele Unternehmen auf die Dienste von Stellenbörsen im Internet. „Längst reicht eine Annonce in einer Tageszeitung nicht mehr aus, um einen Ingenieur zu finden“, so wie es in einer Stellungnahme der Jobbörse www.stellenmarkt.de heißt. Auch wenn das Medium Internet dazu beiträgt, einen Teil der freien Stellen zu besetzen, bedarf es staatlicher Maßnahmen, um künftig genügend Ingenieure für Deutschland rekrutieren zu können.


Veröffentlicht von: Johannes Kaiser
Web: http://www.stellenmarkt.de
Kontakt: e-Mail


Über den Autor:
Johannes Kaiser arbeitet seit drei Jahren für die Adpartner Stellenmarkt AG in Frankfurt und ist hier unter anderem in den Bereichen PR und Marketing tätig. In dieser Zeit hat er die Entwicklung auf dem deutschen Arbeits- und Stellenmarkt genau mitverfolgt, um so für bestimmte Berufe einen möglichst präzisen Eindruck von den Relationen zwischen freien Stellen und potentiellen Bewerbern zu erlangen.