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Kaffeemalerei – eine Kunst für sich
Kategorie: Kultur
Veröffentlicht von: Andreas Ketzmann


Dass Kaffee neben dem puren Trinkgenuss auch interessante gesundheitliche Seiten zu bieten hat, belegen mittlerweile eine Reihe von Studien. Dass die schwarze Bohne aber auch als Rohmaterial für Kunstwerke dienen kann, beweisen seit einigen Jahren zwei experimentierfreudige Amerikaner.

Die Idee kam Andrew Saur und Angel Sarkela-Saur bei der Planung einer Kunstausstellung in Minnesota. Einzigartig und kreativ sollten die Werke sein, die sie in einem ortsansässigen Kaffeehaus ausstellten, und so entschlossen sie sich, eine Reihe von Arbeiten zu präsentieren, deren Basismaterial aus Kaffee bestand. Als wirksamste Technik erwies sich dabei eine Art Aquarellmalerei, bei der ein besonders stark gebrühter Kaffee die Grundlage für die Farbe liefert. Unterschiedliche Brauntöne werden durch Zugabe von Wasser erzielt. Eine farblose Acrylschicht verschließt das Werk und sorgt so für seinen Erhalt. Weitere Materialzusätze bleiben außen vor.

Bis heute hat das Künstlerduo mehrere hundert Werke auf dieser Basis erstellt, und ein Ende ist nicht in Sicht. Ihr Themenspektrum umfasst dabei unter anderem Portraits und Landschaften, aber selbstverständlich auch alles rund um die schwarze Bohne selbst. Das Besondere der Bilder ist dabei vor allem eine auffällig dunkle Schattierung, die sich in vergleichbaren Verwendungsformen von Kaffee in der Kunstgeschichte so bisher nicht finden lässt. Welche Technik die beiden hierzu anwenden, bleibt jedoch ihr Geheimnis.

Originale von Saur und Sarkela-Saur liegen preislich zwischen 100 und 8000 Euro. Eine Galerie findet sich auf der Homepage des Künstlerduos unter www.justcoffeeart.com.


Veröffentlicht von: Andreas Ketzmann
Web: http://www.lethe-genussversand.de
Kontakt: e-Mail


Über den Autor:
Andreas Ketzmann, Kaffee-Experte. An ausgewählten Kaffeeseminar-Schauplätzen vermittelt er Interessantes und Ungewöhnliches über Botanik, Aroma, Anbau und Wuchsgebiete, über Sorten, Mahlgrade und Röstung, aber auch über Wirkung und Forschung. Beispiele finden sich in seinem Blog unter www.kafffee-geniessen.de oder unter www.kaffeeseminare.de