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Vergolden
Kategorie: Kultur
Veröffentlicht von: Bernhard Heß


Durch alle Zeiten hinweg hat Gold auf die Menschheit eine enorm faszinierende Wirkung. Diesem Einfluss konnten sich kein Land und kein Volk der Erde entziehen. Über viele Jahrhunderte hinweg wurde der Besitz von Gold mit dem Besitz von Macht gleichgesetzt, weshalb der Atem des Goldes nicht immer nur positiv behaftet war.
Seitdem im 5. und 6. Jahrtausend vor der Zeitrechnung die ersten Goldvorkommen auftraten, hat sich an dem Zauber, der von diesem gelb glänzenden Metall ausgeht, nichts verändert. Gold ist sowohl ein begehrter Rohstoff für Kunsthandwerk und schmückende Gegenstände, wird aber auch aufgrund seiner hervorragenden Formbarkeit und elektrischen Leitfähigkeit in der Technik verwendet.
Die Herstellung des Blattgoldes – eine Technik zur Formgebung des Goldes – hat sich im Laufe der Jahrtausende kaum verändert. Weitgehend unverändert blieb das Einsatzgebiet, bis heute werden die hauchdünnen Goldblätter zur Erhaltung und zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen sowie natürlich zur Hervorhebung der Schönheit von Kunst- und Bauwerken und als Dekoration verwendet.
Das Blattgold kann auf verschiedensten Untergründen verwendet werden. Kupferuntergründe beispielsweise müssen vor dem Beschichten gründlich von Korrosionsrückständen, Fetten und dergleichen gereinigt werden. Gleich nach dieser Reinigung muss ein Haftgrund auf Exoxidharzbasis aufgebracht werden, dem bis zu drei weitere Beschichtungen mit gelber Epoxydharzlackfarbe folgen.
Nachdem diese Beschichtung gut durchgehärtet ist, kann mit der eigentlichen Vergoldung begonnen werden. Die zu vergoldenden Teile werden mit Mixtion angelegt. Auch bei leichten Windbewegungen lässt sich auf Seidenpapier gepresstes Blattgold relativ gut verarbeiten. Mit Seidenpapier wird das Goldplättchen mit der Schere auf das erforderliche Maß zugeschnitten, aufgelegt und mit dem Vergolderpinsel angedrückt. Eventuelle Falten und Anschlüsse werden mit Watte vorsichtig und leicht glatt gerieben. Durch Verwendung eines besonderen Anlegeöls erreicht man einen besonders hohen Glanzgrad


Veröffentlicht von: Bernhard Heß
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Über den Autor:
Bernhard Heß info (at) dukasi.de