Open Access in der WirtschaftKategorie: Business & Wirtschaft Veröffentlicht von: Klemens Auinger
Das Konzept des frei verfügbaren Wissens kommt aus dem Bildungsbereich. Hier geht es vor allem um den freien und kostenlosen Zugang zu Forschungsergebnissen nach dem Grundsatz, dass Forschung aus öffentlichen Mitteln auch der Öffentlichkeit gehören. Durch die daraus resultierende Transparenz der Ergebnisse und Methoden ergibt sich auch eine neue Art der Qualitätskontrolle. Fachkollegen und die kritische Öffentlichkeit können Fehler entdecken und zur Korrektur anregen. Auch das Problem des Plagiierens wird dadurch verbessert, da ein transparenter Vergleich von Werken möglich wird.
Welchen Sinn hat nun dieses Konzept für die Wirtschaft? Die meisten werden jetzt gleich an Patente, Copyrightbestimmungen und dergleichen denken, aber für eine Adaption für den freien Markt müssen wir andere Aspekte fokussieren. Einer davon ist der Werbe und PR Effekt von Open Access. Bei einem frei verfügbaren Text können Bestimmungen für die Weiterverwendung festgelegt werden. Diese kann die Pflicht beinhalten ein bestimmtes Logo bei der Verwendung zu verwenden. Mit diesem Trick kann die Popularität und eine Stärke einer Marke verbessert werden. Stellen Sie sich vor, Ihre Unterlagen werden in fremden Seminaren verwendet und Ihr Name oder Logo lacht von jeder Seite. Diese Form der Werbung ist mehr Wert als ein Buch mit schlechten Verkaufszahlen.
Das bedeutet aber nicht, dass jegliches scheinbare Wissen verfügbar gemacht werden muss, denn wenn zuviel sinnloses Material produziert wird kann der positive PR Effekt in das Gegenteil umschlagen. PR und Werbung dürfen nicht die einzigen Ziele für frei verfügbares Wissen sein, auch der Aspekt der wissenschaftlichen Weiterentwicklung aus der Praxis ist von großer Bedeutung. Durch die Transparenz des eigenen Wissens können andere davon lernen und die Konzepte und Ideen in einem anderen Bereich weiterentwickeln. Nur so kann eine langfristige Innovationswelle einsetzen.
Durch die Balance aus PR und gemeinnützigen Motiven kann das Konzept von Open Access auch für die Wirtschaft nutzbar machen. Nicht in allen Bereich macht so ein Konzept auch Sinn, aber im Bereich Consulting, Management oder Marktforschung kann das Wirtschaftssystem nur davon profitieren, denn ein möglicher Nebeneffekt kann eine verstärkte Kooperation von Unternehmen innerhalb einer Branche sein.
Klemens Auinger, Geschäftsführer bei Soz:AB, berät auf diesem innovativen Bereich gerne Unternehmen jeglicher Größe.
Veröffentlicht von: Klemens Auinger Web: http://www.sozab.at Kontakt: e-Mail
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| Klemens Auinger | Mag.rer.soc.oec. | Kontakt: Soz:AB - Soziologische Analysen und Beratung OG, Hafenstraße 47 - 51, A-4020 Linz, tel: +43 (0) 720 / 505 404, web: www.sozab.at , mail: office@sozab.at |
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