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Urvögel werden oft fehlgedeutet
Kategorie: Rezensionen
Veröffentlicht von: Ernst Probst


Neues Buch über Archaeopteryx von Gerold Bielohlawek-Hübel

Solnhofen - Die wahre Natur sensationeller Fossilfunde von Urvögeln der Gattung Archaeopteryx wird oft nicht sofort erkannt. Von den bis heute in Bayern entdeckten neun mehr oder minder gut erhaltenen Skeletten sind vier zunächst als Saurier fehlgedeutet worden. Nachzulesen ist dies in dem neuen Buch "Wer fand den Urvogel" (ISBN 3-937316-08-6) von Gerold Bielohlawek-Hübel aus Riedstadt.
Der erste Fund, der 1855 in einem Steinbruch von Jachenhausen bei Riedenburg zum Vorschein kam, wurde mehr als ein Jahrhundert lang als Flugsaurier fehlgedeutet, bis ein amerikanischer Experte ihn 1970 als Urvogel identifizierte. Den Urvogelfund von 1861 hielt man für einen "Rätselsaurier", den von 1951 für einen kleinen Dinosaurier und den von 1990 für einen Flugsaurier.
Die Entdeckungsgeschichte der bayerischen Urvögel liest sich teilweise spannend wie ein Krimi. Ausgerechnet der berühmte Frankfurter Gelehrte Hermann von Meyer, der für die 1860 entdeckte Urvogelfeder 1861 den Gattungsnamen Archaeopteryx (alte Feder) prägte, der später auch für die Skelette übernommen wurde, hatte zuvor den ersten Urvogelfund von 1855 als Flugsaurier verkannt. Der Urvogelfund von 1956 gilt seit dem Tod seines Besitzers als verschollen. Um den Urvogelfund von 1987 gab es ein gerichtliches Tauziehen um die Besitzrechte. Bei dem Urvogelfund von 1990 sind Besitzer und Fundort unbekannt.

Lesetipps:
www.urvogelarchaeopteryx.de.vu
www.solnhofen.de.vu
www.fossilien.in

Bestellungen:
Das Taschenbuch "Wer fand den Urvogel?" ist erhältlich bei
www.buch-shop-mainz.de


Veröffentlicht von: Ernst Probst
Web: http://www.antiquitaeten-shop.net
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Über den Autor:
Ernst Probst ist Journalist, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Antiquitätenhändler und Fossilienhändler