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Warum hat Hanf als Rohstoffpflanze eine große Zukunft?
Kategorie: Wissenschaft
Veröffentlicht von: Klaus-Martin Meyer


In den letzten beiden Jahren sind die Preise für Rohstoffe an den internationalen Börsen geradezu explodiert und mehr oder weniger aus einem hundertjährigen Abwärtstrend ausgebrochen. Gold wird als Anlagemedium und Schutz vor Inflation wieder in größerem Umfang diskutiert, obwohl physisches Gold keinerlei Zinsen abwirft. Erfahrungsgemäß folgen die Preise von Agrarrohstoffen regelmäßig denen von Gold, Silber und Co, wenn auch erst mit einem gewissen Timelag.

Bei den Agrarrohstoffen dachte man lange Zeit nur an Soja, Orangensaft, Weizen und Schweinebäuche. Seit der Verknappung von Öl sind aber auch Raps und Biomasselieferanten wie Hanf (www.hanf.org ), Miscanthus (siehe auch www.elefantengras.de) oder Stroh zunehmen in die Wahrnehmung von Landwirten und Experten geraten. Der Hanf ist deshalb von besonderem Interesse, weil diese einjährige Pflanze innerhalb von nur ein hundert Tagen auf der gleichen Fläche dreimal so viel Biomasse liefert wie ein Wald. Zudem können aus dem Hanf neben einfacher Biomasse auch wertvolle Fasern, wertvolle Schäben, nahrhafte und gesunde Hanfsamen sowie Medizin gewonnen werden.

Die Hanffasern sind extrem reißfest und leichter als die Glasfaser, so dass diese Fasern z.B. im Automobilbau zum Einsatz kommen. Aus den Schäben werden z.B. ökologisch unbedenkliche Dämmplatten gepresst. Die Samen, bei denen es sich botanisch betrachtet um Nüsse handelt, enthalten viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, so dass diese im Rahmen einer gesunden Ernährung nicht fehlen sollten. Das aus der Hanfnuss gepresste Hanföl ist auch für die kosmetische Industrie sehr interessant. Zu guter Letzt sind die Blüten der Hanfpflanze (Marihuana) eine potentielle Quelle für zahlreiche Medikamente. In diesem Bereich wird inzwischen etwas vorurteilsfreier geforscht. Hier könnten sich Milliardenmärkte entwickeln.

Klaus-Martin Meyer


Veröffentlicht von: Klaus-Martin Meyer
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Über den Autor:
Klaus-Martin Meyer schreibt seit mehr als zehn Jahren Facharktikel zum Thema "nachwachsender Rohstoff Hanf" für diverse Fachpublikationen und Magazine