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Geheim-Code für Beurteilungen
Kategorie: Bildung & Beruf
Veröffentlicht von: Anja Uhlig


Sie wollen Ihre Arbeitsstelle wechseln oder wurden entlassen? Prüfen Sie Ihre Beurteilung, welche Sie von Ihrem früheren Arbeitgeber erhalten, genau. Denn auch ein gutes Zeugnis kann trügerisch formuliert sein. Der Bundesgerichtshof entschied bereits 1963 in einer Grundsatzentscheidung, dass Arbeitsnehmerzeugnisse der Wahrheit entsprechen, aber auch vom ständigen Wohlwollen des Arbeitsgebers getragen werden müssen. Um nicht zwischen den Stühlen zu sitzen, haben Personalchefs einen Code zur Ver- und Entschlüsselung von Leistungsbeurteilungen für Arbeitnehmer entwickelt. Er zeigt vom
Gesetz verlangtes Wohlwollen, sagt einem anderen Personalchef aber zugleich, wie es wirklich um den Arbeitnehmer bestellt ist.
Beispiele für den Personalchef-Code:

Was im Zeugnis stehen könnte: - Ihre (seine)Leistungen haben in jeder Hinsicht unsere volle Anerkennung gefunden.
Bedeutung: -> außergewöhnlich

- Wir waren mit ihren (seinen) Leistungen in jeder Hinsicht außerordentlich zufrieden.-> außergewöhnlich

- Wir waren mit ihren (seinen) Leistungen stets sehr zufrieden.-> sehr gut

- ... in jeder Hinsicht und in allerbester Weise entsprochen -> sehr gut

- Sie (er) hat die ihr (ihm) übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. -> sehr gut

- Ihre (seine) Leistungen haben unsere volle Anerkennung gefunden. -> sehr gut/sehr gut-gut

- Sie (er) hat die ihr (ihm) übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. -> gut

- Mit ihrem (seinem) Fleiß, ihren (seinen) Leistungen, sowie ihrer (seiner) Führung waren wir sehr zufrieden. -> gut

- Sie (er) hat unseren Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen. -> befriedigend

- Mit ihren (seinen) Leistungen und ihrer (seiner) Führung waren wir zufrieden. -> befriedigend

- Sie (er) hat die ihr (ihm) übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit erledigt. -> befriedigend

- Mit ihren (seinen) Leistungen waren wir zufrieden. -> zufriedenstellend-ausreichende Leistungen

- ... hat zufriedenstellend gearbeitet. -> zufriedenstellend-ausreichende Leistungen

- Wir bestätigen Frau (Herrn)... , geboren am... , dass sie (er) vom... bis... bei uns als... beschäftigt war. -> ausreichend

- Sie (er) erledigte die ihr (ihm) übertragenen Aufgaben mit Fleiß und war stets bestrebt (willens), sie termingerecht zu beenden. -> unzureichende Leistungen

- Sie (er) hat sich bemüht, die ihr (ihm) übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen. -> unzureichende Leistungen

- Sie (er) hat sich stets bemüht... -> nicht zufriedenstellend

- Sie (er) bemühte sich mit großem Fleiß, die ihr (ihm) übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erfüllen. -> Sie (er) hat versagt.

- Sie (er) bemühte sich, den Anforderungen gerecht zu werden. -> Sie (er) hat versagt.

- Sie (er) hat sich bemüht, ihren (seinen) Aufgaben gerecht zu werden. -> Guter Wille, aber mehr auch nicht; ungenügende Leistungen

- Sie (er) hat die ihr (ihm) übertragenen Aufgaben im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit erledigt. -> mangelhafte Leistungen

- Sie (er) hat sich im Rahmen ihrer (seiner) Fähigkeiten eingesetzt. -> Sie (er) hat getan, was sie (er) konnte, aber das war nicht viel. (...aber viel ist dabei nicht herausgekommen.)

- Alle Aufgaben erledigte sie (er) mit großem Fleiß und Interesse. -> Sie (er) war eifrig, aber nicht besonders tüchtig.

- Sie (er) war immer mit Interesse bei der Sache. -> Ihr (ihm) kann man nichts vorwerfen, aber erwarten kann man von ihr (ihm) auch nichts. Sie (er) hat sich angestrengt, aber nichts geleistet.

- Sie (er)zeigte für ihre (seine) Aufgaben Verständnis. -> Sie (er) war faul und hat nichts geleistet. Zu den fleißigsten Mitarbeitern gehört sie (er) nicht.

- ... hat alle Aufgaben/Arbeiten ordnungsgemäß erledigt. -> ... ist ein/e Bürokrat/in, die (der)keine Initiative entwickelt. Eigeninitiative ist nicht ihre (seine) Stärke.

- Mit ihren (seinen) Vorgesetzten ist sie (er) gut zurechtgekommen. -> Sie (er) ist ein Mitläufer/in, welche/r sich gut anpasst.

- Sie (er) war sehr tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen. -> Sie (er) ist ein unangenehme/r Mitarbeiter/in.

- Wegen ihrer (seiner) Pünktlichkeit war sie (er) stets ein gutes Vorbild. -> Sie (er) war in jeder Hinsicht eine Niete. Ihre (seine) Leistungen liegen unter dem Durchschnitt.

- Wir haben uns im gegenseitigen Einverständnis (Einvernehmen) getrennt. -> Wir haben ihr (ihm) gekündigt, es gab Ärger.

- Im Kollegenkreis galt sie (er) als tolerante/r Mitarbeiter/in. -> Für Vorgesetzte ist sie (er) ein schwerer Brocken.

- Wir lernten sie (ihn) als umgängliche/r Kollegen/in kennen. -> Viele Mitarbeiter sahen sie (ihn) lieber von hinten als von vorn.

- Sie (er) ist ein/e zuverlässige/r, gewissenhafte/r Mitarbeiter/in -> Sie (er) ist zur Stelle, wenn man sie (ihn) braucht, allerdings ist sie (er) nicht immer brauchbar.

- Durch ihre (seine) Geselligkeit trug sie (er) zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. -> Sie (er) neigt zu übertriebenen Alkoholgenuss.

- Für die Belange der Belegschaft bewies sie (er) stets Einfühlungsvermögen. -> Sucht Sexkontakte bei Betriebsangehörigen.

- ... sie (er) hat ein umfassenden Einfühlungsvermögen. oder: Für die Belange der Belegschaft bewies sie (er) ein umfassendes Einfühlungsvermögen. -> Homosexuell/lesbisch
Quelle: unbekannt

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Veröffentlicht von: Anja Uhlig
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