Paramblypterus, ein Fisch aus der PermzeitKategorie: Wissenschaft Artikel veröffentlicht von: Ernst Probst
Während der frühen Permzeit vor etwa 290 bis 260 Millionen Jahren lebten in vielen Süßwasserseen im Gebiet von Deutschland Schmelzschuppenfische (Palaeonisciden) der Gattung Paramblypterus mit einer Länge bis zu 20 Zentimetern. Fossilien dieser Fischgattung kennt man vor allem aus Rheinland-Pfalz und Thüringen.
Die frühe Permzeit wird wegen der auffällig rot gefärbten Gesteine aus diesem Abschnitt in Mitteleuropa auch als Rotliegendzeit bezeichnet. Damals lag das Gebiet von Deutschland im tropischen Gürtel auf 10 bis 20 Grad nördlicher Breite. Das heißt: Analog zu heutigen tropischen Seen herrschte damals in den oberen Wasserschichten eine Temperatur von ständig mehr als 20 Grad Celsius mit nur sehr geringfügigen Schwankungen.
In der heutigen Tierwelt sind nur noch die Störe als letzte Überbleibsel der ehemals zahlreichen Palaeonisciden vorhanden. Die Ganoidschuppen der Palaeonisciden bestanden aus rhombischen, glänzenden Knochenplatten. Das Schuppenkleid war dachziegelartig zusammengefügt. Reste davon blieben meistens auch nach dem Tod dieser Fische erhalten. Typisch für die Palaeonisciden war auch, dass sie noch keine verknöcherte Wirbelsäule besaßen. In ihrer assymetrischen Schwanzflosse wurde der obere und größere Lappen von der Wirbelsäule durchzogen.
Die Palaeonisciden waren ursprünglich Brackwasserfische, also im mit Süßwasser vermischten Meerwasser anzutreffen. Sie haben sich offenbar zu Beginn der Permzeit an das Leben im Salzwasser angepasst.
Der Fisch Paramblypterus lebte in den oberen, gut durchlüfteten Wasserzonen der damaligen Seen. Er ernährte sich von Plankton und Kleinstlebewesen.
In den Seen der frühen Permzeit musste sich Paramblypterus vor räuberischen Fischen und Urlurchen hüten. Zu seinen Feinden gehörten Stachelhaie wie der bis zu 3 Meter lange Orthacanthus sowie die Urlurche Archegosaurus (bis zu 1 Meter lang) und Sclerocephalus (bis zu 2 Meter lang). Im Magen- und Darmtrakt sowie in Koprolithen (fossile Kotballen) der großen Stachelhaie und Urlurche lagen Reste von Paramblypterus
Der Urlurch Sclerocephalus schnappte nach Paramblypterus und schlang ihn in einem Stück hinunter. Dabei packten die Gaumenzähne von Sclerocephalus mit zu und hielten den Fischleib fest, damit er nicht wieder aus dem Maul rutschen konnte.
An den Fossilienfundstätten aus der frühen Permzeit – wie Odernheim am Glan und Jeckenbach bei Meisenheim – wurden früher oft Paramblypterus sowie kleine Branchiosaurier und große Urlurche geborgen. Paramblypterus ist beispielsweise im Paläontologischen Museum Nierstein am Rhein zu bewundern.
Seit 1986 sind in Rheinland-Pfalz Grabungen nach Fossilien verboten. Deshalb kann man auch vom Schmelzschuppenfisch Paramblypterus keine Neufunde mehr erhoffen.
In den Fossilienhandel gelangen aber zeitweise Altfunde aus Privatsammlungen aus der Zeit vor 1986. Aus diesem Grund kann zum Beispiel der international tätige Fossilienhändler Ernst Probst aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim gelegentlich gut erhaltene Funde von Paramblypterus in seinen Online-Shops www.urzeit-shop.com und www.antiquitaeten-shop.net anbieten.
Die in Rheinland-Pfalz oft gefundene fossile Fischart Paramblypterus gelberti wurde 1847 von dem deutschen Paläontologen Georg August Goldfuß (1782-1848) wissenschaftlich beschrieben und benannt. Er wirkte damals als Professor in Bonn. Goldfuß hat etwa 200 Fossilien entdeckt, untersucht und beschrieben.
*****
Urzeit-Shop / Antiquitäten-Shop & Fossilien-Shop:
Der Urzeit-Shop www.urzeit-shop.com wurde 2003 von dem Journalisten, Buchautor, Buchverleger, Fossilien- und Antiquitätenhändler Ernst Probst - www.ernstprobstbiografie.de.vu - gegründet. 2004 eröffnete er den Antiquitäten-Shop & Fossilien-Shop www.antiquitaeten-shop.net - In beiden Online-Shops werden fossile Fische, Amphibien (Saurier) und Reptilien (Reptilien) angeboten, im Antiquitäten-Shop & Fossilien-Shop außerdem zahlreiche archäologische Funde (Tonfiguren, Tongefäße, Keilschriften).
*****
Kontaktdaten:
Ernst Probst
Urzeit-Shop
www.urzeit-shop.com
Antiquitäten-Shop & Fossilien-Shop
www.antiquitäten-shop.net
Im See 11
D-55246 Mainz-Kostheim
Telefon: +49 (0)6134 21152
Fax: +49 (0)6134 26665
E-Mail: ernst.probst@gmx.de
Steuernummer: 043 857 603 23
UID-Nummer: DE154994733
Veröffentlicht von: Ernst Probst Web: http://www.antiquitaeten-shop.net Kontakt: e-mail
| Über den Autor: |
| Ernst Probst ist Journalist, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Antiquitätenhändler und Fossilienhändler |
Dieser Artikel darf von Dritten für die Inhalte von Newslettern oder Websitecontent verwendet werden. Voraussetzung für eine Veröffentlichung durch Dritte ist, die jeweilige Autoreninfo aus 'Über den Autor', unter jedem Artikel vorhanden, unverändert mit zu veröffentlichen. Ein Verstoß gegen diese Regel, verstößt gegen die Copyright-Bestimmung. Es wäre ebenfalls von Vorteil den Verfasser des Artikels per e-Mail zu informieren, wo sein Artikel veröffentlicht wurde.
| Weitere Artikel von Ernst Probst: |
|
|
|
|