Mehr Zeit für das WesentlicheKategorie: Business & Wirtschaft Artikel veröffentlicht von: Johanna Bressler
"Zeitmanagement” - was bringt´s wirklich?
"Zeitmanagement ist die Kunst, das Wichtige vor dem Unwichtigen zu machen und dabei durch Dringendes nicht zu sehr abgelenkt zu werden.”
Schöne Definition, zugegeben. Aber wie definiert man "wichtig” oder "dringend”? Ist nicht "dringend” auch gleichzeitig wichtig? NEIN, eben nicht!
Das kennen wir doch alle: jeder hat eigentlich immer viel zu wenig Zeit, um sich um Wichtiges zu kümmern. Vieles liegt an, das einfach dringend ist und erledigt werden will. Beruhigend dabei ist einzig der Umstand, dass die Verlängerung der Tageszeit auf 36 Stunden bisher noch bei keinem genehmigt wurde….
Wie heisst es so schön:
"Der Tag hat 24 Stunden. Wenn Du damit nicht auskommst, dann arbeite eben in der Nacht!”
In Wahrheit fragt sich doch jeder am Ende des Tages, wo die Zeit geblieben ist. Vor lauter dringenden Dingen, die dazwischen kommen und sofort erledigt werden müssen,, festgelegten Terminen und laufenden Projekten bleibt man selbst auf der Strecke. Ganz zu schweigen von der Familie und den Hobbies - die kommen immer zu kurz.
Also beschäftigen wir uns mit Zeitmanagement. Schön alles planen, terminisieren, rechtzeitig anfangen, unwichtig Scheinendes abblocken. Und doch klappt es nicht so richtig. Wieso nicht?
Die gute Nachricht:
Zeitmanagement funktioniert und kann uns wirklich mehr Zeit verschaffen.
Die schlechte Nachricht:
Oberflächlich angewendet kommt man damit nicht ans Ziel. Es steckt mehr dahinter, als man auf den ersten Blick erkennen kann.
Zeitmanagement beginnt nämlich lange bevor die Frage auftaucht: "Mach ich jetzt lieber diesen Auftrag fertig und rufe ich besser Herrn Berger an, der ein wichtiges Geschäft besprechen will?” Zeitmanagement beginnt damit, sich über sein Leben und seine Visionen sowie deren Werte klar zu werden. Warum? Weil Zeitmanagement immer darauf aufsetzt, abzuwägen was gerade wichtiger ist.
Prioritäten setzen:
Ohne Prioritäten kann Zeitmanagement nicht funktionieren. Viele Leute begnügen sich damit, diese von anderen zu übernehmen, ohne sich selbst eigene zu schaffen. Die Prioritäten des Vorgesetzten, des Lebenspartners, der Nachbarn, der Freunde….. Und wundern sich dann, dass ihre eigenen Wünsche auf der Strecke bleiben. Aber wer keine eigenen Visionen und Wünsche hat, ist eben darauf angewiesen, denen anderer nachzulaufen.
Daher beginnen wir mit der Frage:
"Wer bin ich, wo will ich hin in meinem Leben, und wie kann ich dahin gelangen?”
Das sind keine Fragen, die man sich kurz während einer Autofahrt oder einer Pause durch den Kopf gehen lässt. Das sind fundamentale Fragen, mit denen Sie sich, wenn Sie Zeitmanagement ernst nehmen, Tage oder gar Wochen beschäftigen müssen. Und diese auch in Abständen (am besten jährlich) wieder auf den Prüfstand holen.
Erst wenn diese fundamentalen Fragen geklärt sind, kann man die Verbindung zum täglichen Leben herstellen. Die Ziele, die Sie erreichen wollen, müssen sich im Wochenplan widerspiegeln. Noch bevor die Aufgaben des Alltags an der Reihe sind. Nur wenn das Wichtige (=die Erfüllung Ihrer Visionen) rechtzeitig berücksichtigt wird, kann es sich gegen das Dringende durchsetzen!
Dabei hilft Ihnen das Erkennen von "Zeiträubern”. Was das ist und wie Sie diese erkennen, darüber schreibe ich ein anderes mal.
Veröffentlicht von: Johanna Bressler Web: http://www.consultants.at Kontakt: e-mail
| Über den Autor: |
| Ingrid J.Bressler ist Wirtschaftsberaterin in Österreich mit staatlichen Zulassungen für Unternehmensberatung, Vermögensberatung und Bilanzbuchhaltung. Im Bereich Internet und Webtechnik hat sie sich seit 2000 umfangreiches Spezialwissen autodidakt angeeignet. |
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