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Lieber Kunde, stör mich nicht!

Kategorie: Bildung & Beruf
Artikel veröffentlicht von: Johanna Bressler


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Auch schon erlebt? Als Kunde das Gefühl vermittelt bekommen, dass man zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt gekommen ist?

Lieber Kunde, Du störst! Bitte warten!
Viel zu oft sind Unternehmer so beschäftigt mit dem Organisieren ihrer Arbeit, dem Planen, Einrichten, Anordnen, Telefonieren, dass es unendlich störend wirkt, wenn all diese Versuche dann Erfolg zeigen und nun tatsächlich ein Kunde da ist. Kommt er aber auch ein zweites Mal? Kaum - denn als höflicher Mensch möchte er sicher kein nächstes Mal stören. Wenn der Unternehmer zu beschäftigt ist, um Geschäfte zu machen, dann sollte man ihn wohl dort lassen, wo er ist - im Misserfolg.

Unser Kunde stört uns nicht - er gibt uns die Arbeit- und auch Geld dafür. Daher sollten wir uns tunlichst bemühen, Zeit für ihn zu haben. Denn all die wichtigen Verwaltungaufgaben, die interne Organsiation, das "Bereit-machen” für den Kunden, sind doch letztenendes umsonst, wenn wir den Kunden dann wieder vergraulen, weil wir "keine Zeit” haben.

Gerade die Fähigkeit, dem Kunden zu vermitteln, dass er ernst genommen wird, ist doch das Um und Auf einer dauerhaften Kundenbindung. Es ist so einfach - und doch so schwierig:

"Ich erwarte von einen Verkäufer oder Berater doch lediglich, dass er sich auf seinem Gebiet auskennt, meine Fragen oder Probleme ernst nimmt und freundlich ausstrahlt, dass er seine Arbeit gerne macht.” Dann würde ein Kunde sich auch nicht als Störfaktor, sondern als König fühlen.

Dieser Bereich, die persönliche Kundenbeziehung in gelöster Atmosphäre, ist DIE Chance für Kleinunternehmer, sich zu profilieren. Bei "Geiz ist geil” können wiir sehr oft nicht mithalten, ohne im Minus zu arbeiten. Doch bietet unsere Micro-Struktur genau den Rahmen, den der Kunde von heute sucht: klein, persönlich, angenehm.

Der Rahmen ist bereits da. Nutzen Sie ihn weise. Hören Sie dem Kunden zu, nehmen Sie ihn ernst. Mehr will er gar nicht von Ihnen. Doch, eins noch: sein Geld bei Ihnen ausgeben! Geben Sie ihm also das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Auch in den Multi-Konzernen ist dieses Problem bekannt. Doch der grosse und dadurch sehr träge Apparat braucht eine ganze Weile, bis auch bis zum letzten Mitarbeiter die Kunde gedrungen ist, dass ohne Kunden auch kein Gehalt da sein kann. Dabei sollte jedem klar sein, daß nicht der Chef, sondern der Kunde sein Gehalt zahlt !

Bis es soweit ist, hört man weiter entsetzte Mitarbeiter in Unternehmen aller Branchen ausrufen: "Hilfe - ein Kunde kommt!”. Kein Grund zur Hektik, denn den meisten ist ja hinlänglich bekannt, wie man den lästigen Kunden möglichst schnell wieder los wird…….


Veröffentlicht von: Johanna Bressler
Web: http://www.consultants.at
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
Ingrid J.Bressler ist Wirtschaftsberaterin in Österreich mit staatlichen Zulassungen für Unternehmensberatung, Vermögensberatung und Bilanzbuchhaltung. Im Bereich Internet und Webtechnik hat sie sich seit 2000 umfangreiches Spezialwissen autodidakt angeeignet. Unter ISSN 1682-6442 veröffentlicht sie seit Jahren ein Businessmagazin als Ezine. Kontakt: http://www.consultants.at
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