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L-Arginin und Folsäure beugen Arteriosklerose vor

Kategorie: Gesundheit
Artikel veröffentlicht von: Anja Baustian


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In Studien hat sich die Kombination aus L-Arginin und Folsäure als wahres Multitalent bei der Vorbeugung und Therapie von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems erwiesen, berichtet heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Judith Männich von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen (1). Die Aminosäure L-Arginin ist als natürlicher Eiweißbaustein Bestandteil zahlreicher Lebensmittel wie Nüsse, Hülsenfrüchte und rotem Fleisch. Der gesunde Organismus kann geringe Argininmengen zwar selbst herstellen, jedoch reichen diese meist nicht aus, um den täglichen Bedarf zu decken. Insbesondere bei Diabetes mellitus und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems besteht ein erhöhter Bedarf an L-Arginin. Durchschnittlich beträgt die auf-genommene L-Argininmenge bei einer ausgewogenen Ernährungsweise täglich vier bis fünf Gramm, wobei diese Menge bei bestehenden Erkrankungen meist unzureichend ist. In diesen Fällen ist es nicht möglich, die benötigte Menge der Aminosäure durch die Ernährung abzudecken - eine gezielte Ergänzung der Nahrung kann dann sinnvoll sein (2, 3). L-Arginin hat im menschlichen Stoffwechsel ganz entscheidende Funktionen. Besonders im Hinblick auf arteriosklerotische Veränderungen und gestörte Gefäßfunktionen bei Diabetes mellitus zeigen sich präventive sowie therapeutische Wirkungsmechanismen. Nur wenn eine adäquate Menge L-Arginin dem Organismus zur Verfügung steht, ist ein aus-reichendes Angebot des Botenstoffes Stickstoffmonoxid (NO) gewährleistet. L-Arginin stellt die direkte Vorstufe von NO dar, deshalb bezeichnet man diese Substanz auch als NO-Donator. Dieser ist besonders für die Gefäßerweiterung und den Blutfluss wichtig und sorgt somit gleichermaßen für eine gesunde Funktion der Gefäßinnenwand und einem Blutdruck im Normalbereich. Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass L-Arginin fähig ist, einen Hemmstoff der NO-Synthese, das asymmetrische Dimethylarginin (ADMA), zu blockieren (4). ADMA stellt einen eigenständigen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. An der Freisetzung von ADMA sind hohe Homocysteinspiegel, die ebenfalls als eigenstän-dige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten, beteiligt. Das B-Vitamin Fol-säure ist zur Senkung des Homocysteinspiegels im Blut unerlässlich. Somit ergänzen sich L-Arginin und Folsäure in optimaler Weise so die Ernährungswissenschaftlerin. Mit der synergistisch wirkenden Kombination aus L-Arginin und Folsäure steht der Ernährungs-medizin eine vielversprechende Möglichkeit zur Verfügung, effektiv Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen betont Judith Männich. Außerdem ist eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise ein entscheidender Therapiebaustein bei koronaren Herzerkrankungen.


Literaturverzeichnis:
1) Rainer H, Böger Md. L-Arginine Improves Vascular Function by Overcoming the Deleterious Effects of ADMA, a Novel Cardiovascular Risk Factor. Alternative Medicine Review, Vol. 10, No. 1, 2005.
2) Böhm U. L-Arginin mit Folsäure – ein innovatives Therapieregime bei kardio-vaskulären Krankheiten und erektiler Dysfunktion. Ärztezeitschrift für Naturheil-verfahren.49, 7, 2005.
3) Gröber, U., Mikronährstoffe, 2006, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, S.188 – 191
4) Stühlinger & Stanger: Asymmetric Dimethyl-L-Arginine (ADMA): A possible link between homocyst(e)ine and endothelial dysfunction. Current Drug Metabolism, 2005, 6, 3-14


Veröffentlicht von: Anja Baustian
Web: http://www.ernaehrungsmed.de
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. Mariahilfstr. 9, 52062 Aachen Tel: 0241-961030, Fax: 0241-9610322 presse@ernaehrungsmed.de, www.ernaehrungsmed.de
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