Kleopatra war nicht schönKategorie: Schönheit Artikel veröffentlicht von: Ernst Probst
Taschenbuch informiert über „Superfrauen"
Wiesbaden - Als wunderschöne Frau betört Kleopatra (69–30 v. Chr.) auf der Leinwand und dem Bildschirm die Männer. Doch in Wirklichkeit trug Ägyptens bedeutendste Königin eine Hakennase und war nicht besonders attraktiv. Aber sie machte dies durch ungewöhnlichen Charme und Geist wett.
Einen erfreulicheren Anblick als die Pharaonin bot Lucrecia Borgia (1480–1519), der die seltene Ehre gebührt, die Tochter eines späteren Papstes zu sein. Sie war zwölf Jahre alt, als man ihren Vater Rodrigo Borgia 1492 zum geistlichen Oberhaupt der katholischen Kirche wählte.
Entgegen zeitgenössischen Verleumdungen führte Lucrezia Borgia einen soliden Lebenswandel. An dem von ihrem Bruder Cesare im Vatikan veranstalteten Gelage mit 50 Dirnen, das zur Orgie ausartete, nahm sie nicht teil. Es fand statt, als sich Lucrezia am Hof von Ferrara aufhielt.
Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch "Superfrauen 1 - Geschichte" (ISBN 3-935718-08-X) des Wissenschaftsautors Ernst Probst aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim. Darin wird die Lebensgeschichte von 31 berühmten Frauen aus dem Bereich Geschichte erzählt: Von Juliana Blasius, der Braut des legendären Räubers "Schinderhannes", bis zur Fürstin Zenobia von Palmyra.
Das "Julchen" hat den am 21. November 1803 in Mainz zusammen mit 19 Kumpanen geköpften "Schinderhannes" um 47 Jahre überlebt. In ihrem Heimatort Weierbach bei Idar-Oberstein heiratete die ehemalige Räuberbraut ausgerechnet einen Gendarmen namens Uebel. Die Zeit als Geliebte des "Schinderhannes" bezeichnete sie als die schönste.
Glückliche und bittere Tage erlebte auch Fürstin Zenobia von Palmyra (um 213-274), die nach dem Tod ihres Mannes große Gebiete eroberte. Ihrem glorreichen Aufstieg folgte ein jäher Absturz, als sie sich von den Römern löste, aber von ihnen besiegt und gefangen genommen wurde.
Über Zenobias Ende heißt es, sie habe bereits auf der Überfahrt nach Italien in den Wellen des Mittelmeeres den Tod gesucht. Andererseits ist nachzulesen, Zenobia und ihre beiden jüngeren Söhne seien 274 mit goldenen Ketten gefesselt durch die Straßen Roms geführt worden.
Viel zu früh und fern ihrer Heimat starb Pocahontas (1595–1617), Nordamerikas berühmteste Indianerin. Auf der Rückreise von England nach Amerika erlag die 22-Jährige dem Typhus. Zuvor war sie als "Indianerprinzessin" am Königshof in London mit allen Ehren empfangen worden.
Wenig bekannt ist: Einer der besten Schützen des Wilden Westens war eine Frau: Annie Oakley (1860–1926) konnte mit einem Schuss aus zehn Meter Entfernung eine in die Luft geworfene Münze oder eine Zigarette aus den Lippen ihres Mannes schießen. Zu ihren besten Freunden zählte der Häuptling "Sitting Bull".
Mutiger als ihre männlichen Kumpane erwiesen sich die britischen Piratinnen Mary Read (1690–1720) und Anne Bonny (gest. 1720). Als vor Jamaika ein Kriegsschiff den Segler der Piraten angriff, verkroch sich die betrunkene Mannschaft feige unter Deck, nur die beiden Frauen leisteten erbitterten Widerstand.
Der schönste Beweis einer großen Liebe wurde Mumtaz Mahal (1593–1631), der Frau des indischen Moguls Shah Jahah I., zuteil. Ihr zu Lebzeiten unsterblich in sie verliebter Gatte ließ für sie das größte und herrlichste Gartengrabmal errichten: das berühmte Mausoleum Taj Mahal.
Zu den Frauen, die Rätsel aufgeben, zählt die märchenhafte mesopotamische Herrscherin Semiramis. Wenn ihr Name fällt, denkt man oft an die "Hängenden Gärten von Babylon". Aber die Legenden über Semiramis handeln von verschiedenen assyrischen oder babylonischen Königinnen.
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Veröffentlicht von: Ernst Probst Web: http://www.antiquitaeten-shop.net Kontakt: e-mail
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| Ernst Probst ist Journalist, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Antiquitätenhändler und Fossilienhändler |
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