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Heilige Brigitta von Kildare: Die Schutzherrin Irlands

Kategorie: Religion
Artikel veröffentlicht von: Ernst Probst


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Innige Verehrung als Patronin Irlands („Mary of the Gael"), ihres Geburtsortes Kildare und der deutschen Großstadt Essen genießt die heilige Brigitta (Brigida) von Kildare (um 453–523). Die wohltätige Nonne gründete in Kildare ein Doppelkloster für Frauen und Männer. In ihrer Heimat auf der „grünen Insel" heißt sie Brigid.

Brigitta kam um 453 in Fochart (heute Faugher in Nordirland) zur Welt. Ihre Taufe nahm der heilige Patrick (385–461), der Apostel Irlands, vor. Patrick war von plündernden Piraten in Britannien geraubt und als Sklave nach Irland verkauft worden, wo er als Schafhirte in den Bergen arbeitete und ihm nach sechsjähriger Gefangenschaft die Flucht gelang.

Vermutlich lebte Patrick dann einige Jahre als Mönch in Gallien. In Auxerre empfing er die Bischofsweihe und den Auftrag, die von seinem Vorgänger Bischof Palladius in der ersten Hälfte des fünften Jahrhundert begonnene Christianisierung Irlands fortzusetzen. Er lehrte, taufte und schuf in Irland eine kirchliche Organisation.

Bereits im Alter von 14 Jahren wählte Brigitta den Schleier und baute sich – so erzählt die Legende – unter einer Eiche eine Zelle. Dort gründete Brigitta bald darauf ein Frauenkloster und danach ein Männerkloster. Erste Äbtissin dieser Gemeinschaft wurde Brigitta.

Das Doppelkloster Kildare entwickelte sich zu einem der berühmtesten Klöster Irlands. Von den Baulichkeiten ist heute noch ein Turm erhalten. Laut Überlieferung sollen sich im Leben Brigittas immer wieder Wunder ereignet haben. Spätere Legenden schildern ihre Hilfe bei der Heilung kranker Haustiere.

Die große Wohltäterin starb am 1. Februar 523 in Kildare. Im dortigen Kloster soll bis zum 13. Jahrhundert ihr zu Ehren ein ewiges Feuer – das so genannte Brigidenfeuer – unterhalten worden sein. Reliquien von Brigitta verehrt man in Belèm (Portugal) und Brügge (Belgien). Im Nationalmuseum von Dublin bewahrt man einen Schuhrest auf.

Der Gedenktag Brigittas von Kildare wird am 1. Februar begangen. Sie gilt auch als Schutzherrin der Wöchnerinnen, der unehelichen Kinder und des Viehs. Man fleht ihre Hilfe gegen Unglück und Verfolgung an.

Im 15. Jahrhundert wurde Brigitta von Kildare als Äbtissin mit Stab und Buch (Symbol der Klosterregel) oder auch mit Palme (ihren himmlischen Lohn andeutend) und einer Kuh, die auf ihre bäuerliche Herkunft hinweisen soll, dargestellt. Ab dieser Zeit kam es oft zu Verwechslungen mit der heiligen Birgitta von Schweden (1302/1303–1373).

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Veröffentlicht von: Ernst Probst
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Über den Autor:
Ernst Probst ist Journalist, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Antiquitätenhändler und Fossilienhändler
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