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Geldanlagen in Zertifikate?

Kategorie: Business & Wirtschaft
Artikel veröffentlicht von: Elke Lohre


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Bei dem boomenden Handel mit Zertifikaten sollten Anleger, die seit einiger Zeit verstärkt diese Produkte nachfragen ein paar grundsätzliche Punkte beachten.

Grundsätzlich wird häufig behauptet, Zertifikate seien mit weniger Gebühren für den Anleger verbunden als Fonds und darüber hinaus transparenter. Diese Aussage ist nur begrenzt richtig. Da Zertifikate oft sehr komplexe Strukturen haben und aus einem Korb verschiedener Wertpapiere, wie festverzinslichen Anleihen und anderen Derivaten bestehen, ist es auch hier nicht immer leicht wirklich zu erkennen, wie die Rendite- und Gebührenstruktur des Zertifikats beschaffen ist. Gerade deshalb werden Zertifikate derzeit auch so gerne angeboten, weil der Vertrieb hier noch satte Provisionen verdienen kann, ohne dass das für den Anleger erkennbar wäre, so wie es vor der Einführung von Direktbanken beim Vertrieb von Fonds war, die mittlerweile fast nur noch mit Rabatten verkauft werden können. Das heißt nicht, dass es gar keine attraktiven Zertifikatprodukte gibt, sondern nur, dass der Anleger darauf achten sollte, dass die Struktur des Zertifikats verständlich ist damit er nicht unnötig hohe Gebühren bezahlt. Außerdem sollte aus den vielen verschiedenen Produkten zunächst das mit überschaubarem Risiko gewählt werden.

Egal ob es sich um Aktien oder Rohstoffe handelt, die die Basis bilden, eine Streuung – also ein Basket-Zertifikat - ist immer sicherer als die Investition in einen Einzelwert, genau das ist ja auch der Vorteil von Fonds, die über die gemischte Anlage in verschiedene Aktien, Renten und Immobilien Risiken abmildern. Der Unterschied beider Anlageformen liegt vor allem in der Rechtsform, der Fonds ist ein Sondervermögen, das Zertifikat aber eine Anleihe.


Veröffentlicht von: Elke Lohre
Web: http://www.onmeco.de
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