Fremdsprachenlernen ohne Vokabel-Pauken!Kategorie: eBooks Artikel veröffentlicht von: Peter Frei
Fremdsprachenlernen (Englisch-Lernen, Italienisch-Lernen,...) ohne Vokabel-Pauken!
Wenn jemand eine Fremdsprache verstehen und sprechen lernen möchte, dann ist es nicht notwendig, dafür Vokabel und Grammatik zu pauken.
Auch unsere Muttersprache haben wir nicht gepaukt, sondern ganz nebenbei aufgenommen.
Ein Kind lernt in der Zeit des Spracherwerbs ca. 6 neue Wörter am Tag. Das sind ca. 2200 Wörter im Jahr ohne Pauken! Und ganz nebenbei lernt es auch noch die Grammatik. Wenn wir in die Schule kommen, dann soll es aber nur mehr über das Pauken gehen.
Diese Annahme ist falsch, und jederzeit zu widerlegen!
Jeder findet es einleuchtend, dass man eine Sprache in dem Land am Besten lernt, wo diese gesprochen wird. Warum lerne ich also Englisch am Besten in England oder USA?
Andere Frage: Würde ein Schokoladekuchen in Paris anders schmecken als in London, wenn er nach dem selben Rezept zubereitet wurde? Noch eine Frage: Schmeckt ein McDonalds-Burger in London anders als in Berlin? Ich denke beide Fragen sind mit NEIN zu beantworten.
Es liegt also am Rezept! Wenn ich das Rezept kenne, dann müsste es aber auch möglich sein, eine Fremdsprache (z.B. Englisch) zu Hause im deutschsprachigen Raum zu erlernen.
Diese "Rezepte" verkaufen Sprachschulen und Kursanbieter aber nur für sehr viel Geld.
Auch Sprachurlaube sind sehr teuer. Wenn man die Mechanismen des Spracherwerbs kennt, dann ist es aber jedem selbst für sehr wenig Geld, und ein bisschen Technik (z.B. MP3-Player) möglich, die "Mechanismen des Spracherwerbs" bei sich zu Hause anzuwenden. Der Großteil des Lernens geht dann nebenbei ganz von alleine. Wer sich dafür interessiert, wie man das Fremdsprachenlernen optimal in den Alltag integriert, kann sich auf www.fremdsprachenlernen.org oder www.sprachlernmethode.de ein eBook gratis herunterladen! Darin wird auch darauf eingegangen, was die Hauptgründe für ein Versagen beim Sprachenlernen sind, und wo man ansetzen muss, um diese zu beheben.
Ein wichtiger Punkt ist z.B. das Lernen in Zusammenhängen. Im täglichen Leben kommt nie etwas isoliert vor (z.B. Vokabel oder Grammatik). Es kommt alles immer in Zusammenhängen vor. Lernen in Zusammenhängen entspricht unserem Gehirn. Darum muss ich es dem Gehirn auch in Zusammenhängen anbieten! Vokabelpauken entspricht dem Auswendiglernen eines Puzzles durch pauken seiner Einzelteile. Es wird sehr lange dauern, und es kommt sicher nicht viel dabei heraus. Betrachte ich hingegen das ganze Bild, dann merke ich mir dieses bereits nach einer einzigen Betrachtung. Man sieht hier sehr gut, welche enormen Vorteile das Lernen in Zusammenhängen bringt.
Die Gehirnforschung hat aber z.B. auch die Wirkung von anderen Mechanismen experimentell nachgewiesen. So haben z.B. Gefühle und Emotionen auf das Lernen einen Einfluss. Auch diese kann ich beim Lernen lernsteigernd einsetzen. Wissenschaftler haben aber auch z.B. in Experimenten nachgewiesen, dass sich Bewegung positiv auf das Lernen auswirkt. Es wurden sogar Steigerungen bis zu 30% erreicht! Warum müssen dann aber unsere Schüler im Unterricht still in gehockter Position sitzen, und sich so dem Lernstoff aussetzen? (Hinter dem Kopfstand die 2-dümmste Lernposition überhaupt - Haltungsschäden sind bei uns sehr stark zunehmend!) Lernen und Bewegung gehören untrennbar zusammen. Warum sich also nicht beim Sport oder Spazierengehen der Sprache aussetzen? - MP3-Player sind schon sehr günstig zu haben.
Auch andere Mechanismen können zum Lernen eingesetzt werden.
Schon mal etwas von unbewusstem Lernen gehört? In unseren Schulen macht der unbewusste Anteil beim Lernen nur einen sehr geringen Anteil aus (unter 10%!). Wir wissen aber aus verschiedenen Experimenten, dass sich das Bewusstsein zum Unterbewusstsein genau so verhält, wie die Badewanne zum Badesee. Alles was ich versuche, mir über mein Bewusstsein ins Gehirn hineinzupauken, kostet viel Kraft und Anstrengung. Man kann sich das auch so vorstellen, wie einen Flaschenhals. Es geht einfach nur sehr wenig durch. Das Unterbewusstsein hat keine Begrenzungen. Ich muss aber wissen, wie ich dem Unterbewusstsein den Lernstoff anbieten muss, damit es diesen aufnehmen kann.
Eine Branche die das erkannt hat, ist die Werbeindustrie. Die Werbung hat das Problem, dass es uns fast hauptsächlich Informationen über das Unterbewusstsein aufdrängen muss (man kann auch Manipulation dazu sagen). Aus der Lernforschung wissen wir aber, dass Werbekonsum intensives unbewusstes Lernen ist. Werbekampagnen können sogar sehr genau berechnet werden, und damit auch der "Lerneffekt". Warum hat sich dieses Wissen aber noch nicht bis in unsere Schulen durchgesprochen? Wenn wir aber diese "geheimen Mechanismen" der Werbung kennen, dann können wir diese auch für das Erlernen einer Fremdsprache (z.B. Englisch) einsetzen.
Und dann wäre es uns auch möglich, bis zu 90% an dieses zu delegieren.
Die Zukunfts-Vision, die sich für mich daraus ergibt ist, dass das stupide Auswendig-Pauken von Vokabeln und Grammatik der Vergangenheit angehören wird. Wir müssen die neuen Erkenntnisse der Forschung nur in unsere Lernmethoden integrieren!
Es ist dann auch niemand mehr von einem guten oder schlechten Englischlehrer abhängig. Genauso wie wir in unserer Muttersprache nicht von einem solchen abhängig waren.
Auch ausländische Kinder lernen bei uns die deutsche Sprache ohne Lehrer, und trotz fremdsprachiger Eltern. Die Mechanismen wirken. Man muss sie nur anwenden!
Es ist sogar so, dass in Bezirken wo der Ausländeranteil sehr hoch ist, die inländischen Kinder die Sprache der Ausländer lernen - ganz ohne Pauken! Ich habe vor kurzem von einer Studie aus Wien gelesen (türkisches Viertel), wo österreichische Jugendliche zum Teil sehr gut in Türkisch kommunizierten.
Die Mechanismen funktionieren, wir müssen sie nur anwenden.
Es war also nie einfacher, eine Sprache (Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch,…) zu erlernen als jetzt!
Veröffentlicht von: Peter Frei Kontakt: e-mail
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