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Fahrtenschreiber - elektronisches Fahrtenbuch

Kategorie: Business & Wirtschaft
Artikel veröffentlicht von: Sabine Ouschan


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Egal ob firmeneigener LKW, PKW, Pritsche, Kombi, Doppelkabiner oder PKW, deren Fahrer sind lieber ohne Fahrtenschreiber unterwegs, auch wenn die händisch erstellten Aufzeichnungen noch so viel Zeit in Anspruch nehmen, unvollständig oder ungenau sind und nur mit großem Aufwand weiterverarbeitet werden können.

Während für Fahrzeuge über 3,5t der Gesetzgeber den Tachographen zwingend vorschreibt um Lenkerzeiten überprüfen zu können, hat in der Vergangenheit so mancher Betrieb diese auch in Transporter und Kundendienstfahrzeuge einbauen lassen, um damit Arbeitszeiten und Fahrzeugnutzung zu kontrollieren.


Der Aufwand bei dieser Art von Aufzeichnungen ist jedoch beträchtlich, der Einbau der Tachographen kostspielig, deren Betrieb manipulationsanfällig, die Auswertemöglichkeiten beschränkt - so dass sich diese Form des Controlling nicht durchsetzen konnte.

Mit dem Einzug der Elektronik in den Fahrzeugbau kamen in den 80er Jahren die ersten elektronischen Fahrtenbücher auf den Markt, die vor allem für die Führung eines Fahrtenbuches nach Steuerrichtlinien ausgelegt waren. Dem geplagten Geschäftsreisenden sicherlich dienlich - als Controlling Fahrtenschreiber aber ungeeignet.

Für Controllingzwecke muss der Fahrtenschreiber vom Fahrer unabhängig registrieren, die Daten über mehrere Monate speichern, und Fahrten sowohl Fahrzeugen als auch Fahrern zuordnen können. Derartige Geräte dürfen vom Fahrzeug nicht so einfach entfernbar sein, Militärstandard mit Betriebssicherheit von -50°C und +60°C besitzen. Manipulationen müssen sofort erkannt und bereits bei Datenübernahme aufgezeigt werden.

1996 kamen erstmals derartige Systeme auf den Markt - gleichzeitig mit Flottensteuerungssystemen mit Datenübertragung über Funk und KM-Leistungserfassung über GPS, so dass so mancher Unternehmer bis heute verunsichert ist, welches System für seinen Bedarf wohl das Richtige sei.

Immerhin differieren die Investitionskosten beachtlich und die Anforderungen an den Betrieb sind höchst unterschiedlich, wobei bei Systemen mit Datenübertragung über Funk (GPRS, usw.) noch laufende Kosten für deren Betrieb hinzukommen. Nicht zu unterschätzen sind auch die Anforderungen, die an die Mitarbeiter für das Handling der unterschiedlichen Systeme gestellt werden.

Grundsätzlich ist zu klären, wie die Fahrzeuge und die damit transportierten Mitarbeiter eingesetzt werden.

1. Systeme zwischen EUR 500,- bis EUR 1.000,- je Fahrzeug:
Bekommt der 'Außendienst' einen Einsatzplan - etwa für bestimmte Baustellen oder Kundenbesuche - so wird sich der Einsatz von GPS und Funk als Luxus erweisen. Nicht eingehaltene Zielfahrten können auch aufgrund der zurückgelegten Entfernungen leicht erkannt werden, und wohin eine (nicht genehmigte) Privatfahrt führte, ist sekundär, wird auch ohne GPS sofort erkannt und kann automatisch abgerechnet werden.

Die Übereinstimmung der Daten wird üblicherweise im nachhinein - meist bei der Lohnabrechung vorgenommen, so dass man sich eine Funkübertragung sparen kann.
Diese Systeme sind einfach in der Bedienung und benötigen kein zusätzliches Personal.

2. Systeme zwischen EUR 1.500,- bis EUR 3.000,- je Fahrzeug:
Wird die Einteilung der Fahrtstrecke dem Fahrer zwingend vorgeschrieben - z.B. bei Winterstreufahrzeugen, - so empfiehlt sich der Einsatz von GPS, aufbauend auf das oben beschriebene System. Die Entfernungen müssen vom Fahrzeugtacho kommen, um Manipulationen oder Ausfälle zu verhindern, die durch die frei liegende GPS Antenne leicht möglich sind. Die GPS Aufzeichnungen dienen lediglich dazu, die exakte Einhaltung vorgegebener Routen zu dokumentieren. Die Bedienung solcher Systeme stellt bereits gehobene Anforderungen, wird doch dafür geografische Software eingesetzt und es ist die Verfolgung der Touren sehr zeitaufwändig.

3. Systeme von EUR 5.000,- aufwärts:
Solche Systeme werden vor allem dort eingesetzt, wo es darum geht, jederzeit Online feststellen zu können, wo sich die Einsatzfahrzeuge - etwa Polizei, Rettung oder Wachdienste - befinden. Laufend werden die letzten Positionen der Fahrzeuge mit Funk in die Zentrale übermittelt. Für solche Systeme ist professionelles Personal notwendig.

http://www.autodatacontrol.com/
http://www.bauverzeichnis.net/2228-fahrtenschreiber.htm


Veröffentlicht von: Sabine Ouschan
Web: http://www.bauseiten.at
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
ADC - Auto Data Control - Betriebsdatenerfassung und Auswertung für Firmenfahrzeuge und Baumaschinen. ADC erfasst vollautomatisch alle Abfahrts-, Fahr-, Stand- und Ankunftszeiten und dokumentiert lückenlos die Fahrzeugnutzung. Handelsvertretungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, Norwegen, Polen und UK - Großbritanien.
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