Eine Problematik der Philosophie: Macht Sinn überhaupt Sinn?Kategorie: Kultur Artikel veröffentlicht von: Renate Miethner
Zu den schwierigsten Begriffen des Denkens gehört zweifellos der Begriff des Sinns. Obwohl ständig im Gebrauch, sind seine Bedeutungsvarianten doch recht umfangreich und keineswegs klar und eindeutig. Niklas Luhmann sieht die Bedeutung von Sinn in der menschlichen Entwicklungsgeschichte verwurzelt: "Sinn ist eine raffinierte evolutionäre Errungenschaft." Viel gesagt ist damit jedoch nicht. Bemerkenswert: Von Sinn im Plural zu sprechen, ist unüblich. Bedeutet dies, dass es nur einen einzigen Sinn gibt oder geben kann? Aber die Beschäftigung mit dem Begriff wirft noch eine ganze Reihe anderer Fragen auf: Ist Sinn vorgegeben? Wer oder was kann Sinn geben, stiften, schaffen? Ist Sinn nur ein relationales Verhältnis, oder gibt es ihn objektiv? Stellen das Ab- oder Zusprechen von Sinn allgemeingültige Aussagen dar, oder sind derartige Behauptungen jeweils standpunktgebunden? Ist Sinn eine Qualität oder eine Eigenschaft von etwas? Und auf die conditio humana angewendet: Warum fragt und sucht der Mensch nach dem Sinn? Ändert sich etwas, wenn es als sinnvoll erkannt wird? Und vor allem: Macht die Frage nach dem Sinn selber überhaupt Sinn?
Das Bedürfnis nach Beantwortung und Diskussion solcher und ähnlicher grundsätzlicher Fragestellungen wird oftmals übersehen. Dabei ist seine Gewichtung alles andere als gering. Um hier einen Beitrag zu leisten, bietet das Bonner Beratungsunternehmen Apeiron für interessierte Leser mit Hang zum philosophischen Denken in diesem Zusammenhang einen neuen Service an. Unter dem Titel „Philosophiemonatsbrief" lässt sich kostenfrei eine monatliche Publikation zu philosophischen Themen auf der Homepage des Anbieters downloaden oder via Email abonnieren. Behandelt wird jeweils ein klassisches philosophisches Thema anhand aktueller Diskussionen aus Politik und Gesellschaft. Abgerundet wird die Publikation mit einem Literaturtipp.
Im Philosophiebrief des Monats Februar liegt der thematische Schwerpunkt auf Fragen, die den Menschen im Zusammenhang seiner Rolle als Bürger betreffen. Ein Unmaß neuer Gesetzesvorlagen und Verordnungen zu den unterschiedlichsten Inhalten steht an, und doch sind es vor allem Fragen der sozialstaatlichen Versorgung, die für die öffentliche Diskussion im Zentrum stehen. Der Philosophiemonatsbrief nimmt hier exemplarisch zwei heraus und betrachtet sie aus philosophischer Perspektive genauer. Vorweg finden sich einige grundsätzliche Gedanken zu Funktion und Grenzen eines Staates an sich, vor deren Hintergrund sich leichter weiter denken lässt.
Der Philosophiemonatsbrief ist abrufbar unter http://www.philosophieberatung.de/Philosophiebrief_02-06.pdf
Veröffentlicht von: Renate Miethner Web: http://www.philosophieberatung.de/ Kontakt: e-mail
| Über den Autor: |
| Apeiron Philosophieberatung, 2005 gegründet von der Bonner Philosophin Renate Miethner, ist ein dezidiert philosophisch ausgerichtetes Beratungsunternehmen. Renate Miethner studierte Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhems-Universität Bonn und arbeitete ausführlich über Kant und die erkenntnistheoretischen Ansätze des deutschen Idealismus. |
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