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Dieter Hegen: Allgäuer Eishockey-As beendet seine Spielerlaufbahn

Kategorie: Sport
Artikel veröffentlicht von: Alexander Hauk


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Von Alexander Hauk, www.allgaeu-nachrichten.de

Kaufbeuren (aha). Das Allgäuer Eishockey-Idol Dieter Hegen hat seine Spielerlaufbahn dort beendet, wo er sie vor fast 35 Jahren begonnen hatte: Bei seinem Heimatverein ESV Kaufbeuren. Der inzwischen 39-Jährige wird in der nächsten Saison den bisherigen Zweitligisten EV Duisburg trainieren.

In den vergangenen Wochen klingelt das Handy von Dieter Hegen noch häufiger als gewöhnlich. Seitdem bekannt ist, dass der Eishockeyspieler aus Kaufbeuren auf die Trainerbank wechselt, ist Hegen ein gefragter Ansprechpartner. Viele der Anrufer sind Spieler oder Spielervermittler, die sich empfehlen wollen. Zu seinem Wechsel vom Eis hinter die Bande sagt Hegen zufrieden: „Ich bin nicht traurig und habe eine tolle Karriere hinter mir."

Die Allgäuer sind stolz auf ihren „Didi". Schon als 17-Jähriger, in seinem ersten Jahr in der ersten Mannschaft, schoss Hegen 60 Tore für den ESV Kaufbeuren und war damit maßgeblich am Aufstieg in die erste Liga beteiligt. Das war in der Saison 1979/1980.

Seine größten Erfolge hat der Spieler mit der Rückennummer 23 als Stürmer gefeiert. Sieben Mal Deutscher Meister mit Düsseldorf, Köln und München. Fünf Mal hat der Kaufbeurer für Deutschland an Olympischen Spielen teilgenommen, 13 Mal an Weltmeisterschaften. In 320 Länderspielen schoss Hegen insgesamt 111 Tore für Deutschland. Erfolge, die ihm einen Platz im deutschen Allstar-Team des Jahrhunderts einbrachten.

Hegen ließ sich auf dem Eis durch nichts und niemanden aufhalten. Auch der Verlust von neun Zähnen, zehn Nasenbeinbrüche, unzählige Prellungen und weitere Verletzungen konnten den 90 Kilogramm schweren und 1,84 Meter großen Stürmer nicht stoppen.

Hegen hat in den vergangenen Jahren die Pläne seiner Trainer mitgeschrieben und will sich daraus ein eigenes Trainingsprogramm zusammenstellen. In Duisburg hat man hohe Erwartungen. In der Vergangenheit verschliss die Mannschaft drei Trainer pro Saison. Rückhalt für seine neue Aufgabe findet Hegen bei seiner Frau Claudia, seiner 14-jährigen Tochter Lisa und dem zehnjährigen Fabian. (Text von April 2002)


Veröffentlicht von: Alexander Hauk
Web: http://www.alexander-hauk.de
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