Die T-ShirtsKategorie: Kultur Artikel veröffentlicht von: Oliver Bunzheim
Sie sind Kult – doch das war nicht immer so. Um die Jahrhundertwende fanden sie lediglich als Unterhemden ihre Verwendung – die T-Shirts. In dieser Zeit war das Schamgefühl noch derart groß, dass sich niemand getraute, die Shirts einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Erst nach Beendigung des zweiten Weltkrieges sorgte das T-Shirt in den Vereinigten Staaten für Aufsehen. Ein Kandidat trat in der Präsidentschaftswahl mit einem bedruckten T-Shirt auf und nutzte dieses Shirt, um die eigene Person zu bewerben. Kinostars wie Marlon Brando und James Dean folgten, die ihren durchtrainierten Körper mit einem spärlichen T-Shirt in Szene setzten.
Erst in den 60iger Jahren schwappte die T-Shirt Welle auch nach Europa über. Anfangs waren die T-Shirts zwar auch mit irgendwelchen Drucken versehen, aber es dauerte nicht allzu lange, bis die Drucke immer provokativer wurden. Die Zeit der Rebellion war geboren. Massenproteste, Kundgebungen und Streiks prägten diese Jahre. T-Shirts waren nicht nur irgendwelche Kleidungsstücke – nein – sie galten als Medium, um die eigene Meinung kundzutun.
Die Anfänge entstanden wiederum in den Vereinigten Staaten von Amerika– die Hippiebewegung, deren Flower-Power weltweit die Menschen entzückte, prägte einen neuen Lebensstil. Die Anhänger dieser noch nie dagewesenen Einstellung, sahen durch Blumendrucke versehene T-Shirts eine Möglichkeit, nach außen hin, ein einheitliches Erscheinungsbild zu offerieren. Andere Meinungsträger wie die bereits oben angeführten Interessenverbände übernahmen dieses Abbild und setzten dieses werbewirksam für ihre Interessen ein.
Veröffentlicht von: Oliver Bunzheim Kontakt: e-mail
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