Die Politik in der autonomen Provinz Südtirol (Italien)Kategorie: Politik Artikel veröffentlicht von: Martin Falkner
Nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde der südliche Teil Tirols Italien zugesprochen. 1922 ergriffen die Faschisten in Italien die Macht, dies führte zu Repressionen gegen die deutschsprachigen Tiroler und deren Kulturgut. Im Zeitraum 1939 - 1943 verließen nach einem Abkommen zwischen Mussolini und Hitler zahlreiche Südtiroler das Land in Richtung Deutsches Reich.
Erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde eine Autonomie für Südtirol vereinbart. Hingegen verursachte die Italienische Migrationspolitik einen regen Zustrom zahlreicher Menschen aus ärmeren Regionen Süditaliens nach Südtirol. In Südtirol kam es infolgedessen zu heftigen Widerständen der einheimischen Bevölkerung, zum Teil mit Gewaltanwendung.
Erst die massive Intervention Österreichs vor dem UN-Rat führte zu einer diplomatischen Lösung des Südtirol-Problems. So wurde eine weitreichende Autonomie innerhalb Italiens vereinbart und seit dem entwickelt sich die Region zu einer friedlichen und einer der reichsten Gegenden innerhalb der EU. Heute wird die Südtiroler Autonomielösung gerne als positives Beispiel eines funktionierenden Nebeneinanders verschiedensprachiger Menschen zitiert.
Die politische Führung dominiert seit dem Zweiten Weltkrieg die Südtiroler Volkspartei, die als Sammelpartei aller deutsch- und ladinischsprachige Südtiroler auftritt. Die SVP verfügt auch über die absolute Mehrheit im Landtag. Die zweitstärkste Kraft im Land ist die Alleanza Nazionale mit vorwiegend italienischen Wählern. Die Grünen sprechen Wähler aus allen drei Sprachgruppen an und sind stimmenmäßig die drittgrößte Partei.
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