Die Philosophie des Bewusstseins: Fragen, die oftmals gar nicht bewusst sindKategorie: Kultur Artikel veröffentlicht von: Renate Miethner
Den Menschen zeichnet aus, dass er sich seiner selbst, der Dinge um ihn und seines Verhältnisses zu ihnen und seiner Umwelt bewusst ist oder bewusst werden kann. Was aber ist dasjenige eigentlich, was da Bewusstsein genannt wird? Das Phänomen des Bewusstseins scheint gerade am Beispiel des Gedächtnisses und in der Rede vom "Unbewussten" auf etwas hinzuweisen, das zumindest nicht vollständig unserer willentlichen Einflussnahme unterliegt: etwas "Denkendes in mir". Eines steht anscheinend fest: "Bewusstsein gibt es seiner Natur nach nur in der Einzahl. Ich möchte sagen: die Gesamtzahl aller »Bewusstheiten« ist immer bloß »eins«" (Erwin Schrödinger). Doch ist das wirklich so? Und gibt es einen Unterschied zwischen dem Bewusstsein und der Seele? Was bedeutet es, etwas zu erinnern - oder etwas zu vergessen? Oftmals ist es so, dass der bewusste Entschluss, etwas vergessen oder erinnern zu wollen, genau das Gegenteil des Beabsichtigten herbei führt: man vergisst dasjenige, das man doch erinnern wollte, und man erinnert dasjenige, was man zu vergessen vorhatte. Es scheint so zu sein, als ob man nicht grundsätzlich, vollständig und zu jeder Zeit dasjenige, was Inhalt des Bewusstseins ist oder sein soll, kontrollieren oder willentlich beeinflussen kann. Dies mag mit dem Vorhandensein äußerer Umstände oder mit dem sogenannten Unbewussten zu erklären versucht werden. Eben dies wirft aber wiederum die Frage auf, wie denn etwas Äußeres, das gar nicht bewusster Kontrolle unterliegt, zum Inhalt von Bewusstseins werden kann.
Das Bedürfnis nach Beantwortung und Diskussion solcher und ähnlicher grundsätzlicher Fragestellungen wird oftmals übersehen. Dabei ist seine Gewichtung alles andere als gering. Um hier einen Beitrag zu leisten, bietet das Bonner Beratungsunternehmen Apeiron für interessierte Leser mit Hang zum philosophischen Denken in diesem Zusammenhang einen neuen Service an. Unter dem Titel „Philosophiemonatsbrief" lässt sich kostenfrei eine monatliche Publikation zu philosophischen Themen auf der Homepage des Anbieters downloaden oder via Email abonnieren. Behandelt wird jeweils ein klassisches philosophisches Thema anhand aktueller Diskussionen aus Politik und Gesellschaft. Abgerundet wird die Publikation mit einem Literaturtipp.
Im Philosophiebrief des Monats Februar liegt der thematische Schwerpunkt auf Fragen, die den Menschen im Zusammenhang seiner Rolle als Bürger betreffen. Ein Unmaß neuer Gesetzesvorlagen und Verordnungen zu den unterschiedlichsten Inhalten steht an, und doch sind es vor allem Fragen der sozialstaatlichen Versorgung, die für die öffentliche Diskussion im Zentrum stehen. Der Philosophiemonatsbrief nimmt hier exemplarisch zwei heraus und betrachtet sie aus philosophischer Perspektive genauer. Vorweg finden sich einige grundsätzliche Gedanken zu Funktion und Grenzen eines Staates an sich, vor deren Hintergrund sich leichter weiter denken lässt.
Der Philosophiemonatsbrief ist abrufbar unter http://www.philosophieberatung.de/Philosophiebrief_02-06.pdf
Veröffentlicht von: Renate Miethner Web: http://www.philosophieberatung.de/ Kontakt: e-mail
| Über den Autor: |
| Apeiron Philosophieberatung, 2005 gegründet von der Bonner Philosophin Renate Miethner, ist ein dezidiert philosophisch ausgerichtetes Beratungsunternehmen. Renate Miethner studierte Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhems-Universität Bonn und arbeitete ausführlich über Kant und die erkenntnistheoretischen Ansätze des deutschen Idealismus. |
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