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Die Geschichte der Konsolen- und Computerspiele

Kategorie: Unterhaltung
Artikel veröffentlicht von: Marc Lokay


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Mit dem Einzug des Computers in die Kinderzimmer und Wohnzimmer haben Videospiele ihren Siegeszug angetreten. Es begann Ende der 70er Jahre, als Atari mit seiner Spielkonsole Atari 2600 (in Deutschlang Atari VCS 2600) einen Millionenseller auf den Markt brachte. Auch wenn die grafischen Möglichkeiten des Geräts sehr beschränkt waren, sind Spiele wie Pac Man, Vanguard und Pitfall von Activision auch heute noch allgemein bekannt.

Der Markt der Videospiele änderte sich rasant. Nur wenige Jahre später, Mitte der 80er Jahre, war Ataris Erfolg bereits wieder Geschichte und die Heimcomputer starteten Ihren Siegeszug. Im Jahresrhythmus kamen neue Heimcomputer auf dem Markt, die sich in Ihrer Technik und Konzeption teilweise stark voneinander unterschieden. Zahlreiche Firmen versuchten mit unterschiedlichem Erfolg neue Heimcomputer am Markt zu etablieren. Commodore wurde mit dem "Brotkasten" C-64 schnell zum Martkführer. In dieser Zeit wurden sehr viele Spielkonzepte entwickelt, auf die heute noch zurückgegriffen wird. Der Commodore Amiga war der letzte erfolgreiche Vertreter eines klassischen Heimcomputers.

Zeitgleich hat Nintendo mit seinem Gameboy und den Konsolen NES und später Super Nintendo sowie in geringerem Maße auch Sega Erfolg auf dem Markt der Spielkonsolen. Technisch betrachtet waren diese Konsolen den damaligen Heimcomputern ebenbürtig. Anfang der 90er Jahre zogen die PCs in die Privathaushalte ein. Obwohl die technische Plattform nicht für Videospiele entwickelt wurde und auch nicht gut geeignet ist, setzte sich der PC überraschenderweise als Spieleplattform durch. Bis Mitte der 90er Jahre waren die Spiele für den PC technisch auf niedrigem Niveau. Zu diesem Zeitpunkt stieg Sony mit der Playstation in den Videospielmarkt ein und wurde schnell zum Martkführer. Die Konkurrenz durch Sega (Dreamcast) und Nintendo (N64, später GameCube) war gering. Bis zur Einführung der XBox durch Microsoft hat Sony den Markt fast alleine bestimmt. Die Spiele für diese sogenannten "Next Generation Konsolen" zeichneten sich weniger durch pfiffige oder gelungene Konzepte als vielmehr durch Grafikpower aus. So entstanden unzählige Sportspiele, Autorennen und Ego-Shooter, die sich prinzipiell sehr ähnlich sind und nur durch detailliertere Bildschirmdarstellungen unterscheiden. Die Technik-Schlacht dauert bis heute an. Nintendo hat diese Entwicklung erkannt und versucht mit seiner Konsole Wii durch neuartige Bedien- und Spielkonzepte den Markt zu erobern. Dieser Umstand könnte den nächsten Wendepunkt in der noch kurzen, aber dennoch lebhaften Geschichte der Videospiele darstellen.

Aufgrund der hohen Produktions- und Marketingkosten für Videospiele, erscheinen die meisten Videospiele mittlerweile in fast identischer Qualität sowohl für die Spielkonsolen als auch für den PC. Da der Apple Macintosh sich vor allem in den USA einen beachtlichen Marktanteil erobert hat und dessen technische Grundlage sich von klassischen PCs kaum noch unterscheidet,sind auch immer mehr Mac Spiele (http://www.phelios.com) in den Regalen zu finden. Trotzdem ist festzustellen, dass mit Ausnahme bestimmter Genres (zum Beispiel Rollenspiele und einige Online-Spiele) die Spielekonsolen den Markt bestimmen und PC Spiele (http://www.phelios.com) nur parallel, oft mit einer zeitlichen Verzögerung, erscheinen.

Ausblick: die Spirale der technischen Aufrüstung hinterlässt bereits ihre Spuren. Die beiden Marktführer Microsoft und Sony verdienen mit Ihren Spielkonsolen aufgrund der hohen Gerätepreis-Subventionen kein Geld. Im Gegensatz dazu arbeitet der kleinere Konkurrent Nintendo durch immer neue Spielideen und Konzepte profitabel. Die Einführung des Wii könnte den Marktanteil Nintendos deutlich erhöhen und somit eine neue Revolution des Videospielmarkts auslösen: Weg von den Grafikschlachten, hin zu innovativen Konzepten. Ein reizvoller Gedanke jedoch eher unwahrscheinlich ist es, dass die Heimcomputer eine Renaissance erleben.


Veröffentlicht von: Marc Lokay
Web: http://www.4fach.de
Kontakt: e-mail


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