Diagnostik bei Erkrankungen der VerdauungsorganeKategorie: Gesundheit Artikel veröffentlicht von: A. Gerhard
Die Gastroenterologie ist ein Bereich der Inneren Medizin und befasst sich mit den menschlichen Organen, die für die Verdauung zuständig sind. Bei unbestimmten Schmerzen im Magen oder bei Verdauungsstörungen wird der Hausarzt einen Patienten in der Regel an einen Gastroenterologen überweisen. Diesem stehen die Mittel zur Verfügung, um die Herkunft der Beschwerden aufzufinden.
Vor der Untersuchung steht immer ein ausführliches Gespräch, in welchem sich der Arzt über Vorerkrankungen, Ernährungsgewohnheiten und dem psychischen Befinden des Patienten informiert.
Auch in der Heliosklinik in Bad Berleburg, welches eine große Abteilung für Gastroenterologie Siegen- Wittgenstein unterhält, wird darauf großer Wert gelegt. Erst nach dem Anamnesegespräch muss sich der Patient den Untersuchungen unterziehen. Zumeist werden neben einem Ultraschall und einer Blutuntersuchung auch eine Magen- bzw. eine Darmspiegelung vorgenommen. Diese diagnostischen Maßnahmen werden ambulant und unter einer leichten Narkose vorgenommen, da sie für den Patienten zwar nicht schmerzhaft, aber recht unangenehm sind. Mithilfe der Spiegelung kann der Arzt sich ein Bild des Zustandes der Magen- bzw. der Darmschleimhaut machen und Entzündungen oder krankhafte Veränderungen lokalisieren. Er hat auch die Möglichkeit, während des kurzen Eingriffes eine Gewebeprobe zu entnehmen, anhand der er eine Diagnose stellen kann. Der Großteil der Beschwerden im Magen-Darm-Bereich hat leicht zu behandelnde Ursachen und zieht keinen stationären Klinikaufenthalt nach sich.
Doch die meisten Kliniken bieten noch eine Vielzahl weiterer diagnostischer Untersuchungen an, zum Beispiel das ERCP. Damit ist eine kombinierte Methode aus Ultraschall und Spiegelung zur Darstellung der Gallenwege und des Gangs der Bauchspeicheldrüse bezeichnet. Mit Hilfe des ERCP können Gallensteine und krankhafte Veränderungen der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert werden.
Außerdem werden in fast allen Gastroenterologischen Abteilungen der Krankenhäuser auch Untersuchungen von Organen vorgenommen, die nicht bei der Verdauung involviert sind. Häufig kommen Patienten zu einer Bronchoskopie, die unter Vollnarkose durchgeführt wird. Hier werden die Bronchien und die Luftröhre auf Auffälligkeiten untersucht. Dies dient vor allem der Klärung von anhaltenden Lungenentzündungen, aber auch der Untersuchung der Lunge auf Tumore. Die Bronchoskopie ist ein bewährtes Diagnoseverfahren, welches inzwischen in allen großen Zentren der Gastroenterologie Siegen-Wittgenstein angewandt wird.
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