„Der Doppelgänger“, Lyrik in neun Stationen von Wolfgang Wallner-F.Kategorie: eBooks Artikel veröffentlicht von: Ferdinand Niehammer
Wolfgang Wallner-F. hat ein neues Buch fertiggestellt, das als E-Book erschienen ist. Anfragen von Verlagen zu einer gedruckten Auflage werden gerne entgegen genommen.
Das literarische Werk „Der Doppelgänger" beschreibt eine Möglichkeit der menschlichen Entwicklung, unter Einbeziehung einer noch nicht abgeschlossenen Bewusstwerdung des Menschen, den „Sinn" und Inhalt der „Schöpfung" sich zu nähern.
Das Ziel ist eine „Gottwerdung" des Menschen. Die Erreichung des „Paradieses", aber nicht als Spitze des menschlich Erreichbaren, sondern als Basis eines zukünftigen Zusammenlebens.
Es ist ein mit vielen aussagekräftigen Abbildungen versehenes, lyrisches Werk. Das aber auch als Kantate für einen Doppelchor gedacht ist.
Einen ersten Eindruck des Werkes vermittelt die Seite http://doppelgaenger.wolfgangwallnerf.com/
Das gesamte, reichbebilderte Werk einschließlich des Notenmaterials von Dorrit Maria Hanke kann man zum derzeitigen Preis von 1,99 Euro hier downloaden:
http://www.peo.de/document/4191/der-doppelgaenger.html
Über weitere Werke informiert die Seite http://www.wolfgangwallnerf.com/
Aus der Einführung:
Der gesamte Text soll nicht nur der Trauer um den Verstorbenen und dessen (deren) Andenken gerecht werden, sondern bietet vor allem in Anspielung auf christliche Überlieferungen, aber auch auf tief verwurzelte, volkstümliche Mythen Möglichkeiten, durch den Weg der Trauer zu reifen und vielleicht auch einen Weg zurück ins Paradies zu finden.
Der „Doppelgänger" behandelt eine Möglichkeit der menschlichen Entwicklung, den Sinn und Inhalt der Schöpfung unter Einbeziehung der noch nicht abgeschlossenen Bewusstwerdung des Menschen. Das Ziel ist die „Gottwerdung" des Menschen, die Erreichung des „Paradieses", aber nicht als Spitze des menschlich Erreichbaren, sondern als Basis des Zusammenlebens.
Natürlich kann man über einen „Sinn" der Schöpfung unterschiedlichster Meinung sein, doch hat jede Diskussion darüber (mit Ausnahme der Befreiung durch den Humanismus und die Aufklärung) der Menschheit keinen wirklichen Fortschritt gebracht. Tatsache ist es doch, dass der Mensch über Bewusstsein verfügt, dadurch Unterschiede erkennt und wie überraschend und psychologisch wahr in der Genesis beschrieben durch sein Bewusstsein aus dem paradiesischen Zustand der Einheit geworfen wurde. Tatsache ist es auch, dass der Mensch darunter leidet und „zwei Seelen ach in seiner Brust" (Faust) verspürt, die es zu vereinen gilt. Er hat Sehnsucht nach Einheit, sucht diese auch in den Religionen und in Meditationstechniken zu erreichen. Doch betrachtet der Mensch seine Bewusstheit als Hindernis auf dem Weg zur Einheit, er kann aber aus der so behaupteten „Erbsünde" der Bewusstheit nie hinaus.
Die „Reise" des hinterbliebenen Menschen beginnt durch das Tor des Todes (er lässt sich auf die Trauer ein), wo er durch hochgeistige und inhaltsschwere, aber manchmal zu Gemeinplätzen gewordene Sinnsprüche vorerst versucht, die Trauer zu verdrängen, auch taucht die Frage nach dem Sinn des Lebens und des Todes auf.
Im zweiten Lied (Tag der Erinnerung, Tag des Zornes, Tag der Tränen, so genannt in Anlehnung an „Dies Irae") ändert sich das Verhalten von der Erinnerung, zum Zorn über den Tod, zum Flehen zu Gott, zum Annehmen des Schmerzes, bis die „letzte Träne" vergossen ist (eine inhaltliche Anlehnung an „Winterreise" von Franz Schubert).
Im dritten Lied (Totentanz) gibt sich der Trauernde der sinnlichen Begegnung mit dem Tod hin, worauf er im vierten Lied (Namenlos) die aussichtslose Ewigkeit als Schicksal durchwandern muss.
Im fünften Lied (Genesis) erfolgt eine bisher unerwartete Wandlung: Gott scheidet Abend und Morgen, der erste Tag der Schöpfung ist angebrochen. Der bisher hoffnungslose (und unbewusste) Mensch kann auf den Erfahrungen seines bisherigen Lebens und seiner „Trauerarbeit" aufbauend ein „neues Leben" beginnen. Dafür dankt er Gott, stellt aber auch fest, dass auch Bande der (angeblichen) Liebe und Vorsorge Fesseln darstellen. Um ein gottgewolltes Abbild Gottes zu sein, bedarf es des freien, ungebundenen Geistes (vgl. Hiob, Jesus im Tempel, aber auch das Gleichnis vom verlorenen Schaf). Zur Freiheit des Menschen ist die Neuorientierung aber auch die Bewusstheit unabdingbar (Kant: Die „Aufklärung" ist die Befreiung des Menschen von der selbstverschuldeten Unmündigkeit).
Im sechsten Lied (Gebet) wird der Neugeborene versucht, sich der Erinnerung preiszugeben und alte Bahnen einzuschlagen, aber letztendlich von einer imperativen Stimme ermahnt: „Mensch, beginn dein Werk und tu was Gott dir bestimmt hat". Diese Stimme ist die Antwort auf das Gebet „Vater unser", das zeitgleich mit dem neuen Text des Liedes gesungen wird. Nach den Worten „Führe uns nicht in Versuchung" erklingt im neuen Text die Stimme (Gottes oder der Seele), die dem Menschen befielt: „Gehe hin und werde" (Silesius).
Der Weg zum „Sein" erweist sich im siebten Lied als ungemein mühselig, aber der Wille wird siegen (hier wurde das Lied „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig" von Michael Franck eingearbeitet).
Im achten Lied (Wieder daheim) findet er einen Weg zurück ins Paradies (vom Westen über das traditionell sich dort befindliche Totenreich, Jesus Auferstehung?), wird aber nunmehr nicht mehr vom „Unbewussten" (laut C. G. Jung) geführt (Parzival, der „Gralsmythos" ist noch immer lebendig, da die „Angelegenheit" noch unvollendet ist, siehe die äußerst erfolgreichen Filme, die „Trivialliteratur", aber auch die unzähligen mystischen Computerspiele!), sondern erkennt nun klar und bewusst den ursprünglich „dunklen Drang" (Faust, erster Teil) als Lebensquell der Seele. Manchmal fällt er noch in alte Denkweisen, doch er folgt der Seele. So wird das Schicksal zwar erfüllt (Sternenbilder), jedoch jetzt aber durch den nunmehr bewussten Willen des Menschen, der sich als Prisma Gottes (der Sonne) empfindet und Gott daher ungetrübt, wenn vielleicht auch zergliedert weitergibt und auch so erkennt. Das ist der Menschen Aufgabe seit Anbeginn, daher der „Menschheit Sehnen".
Zuletzt findet der Mensch im neunten Lied (Frühlingstanz) wieder zu einem glücklichen, liebevollen aber auch sinnlichen Leben, das aber nunmehr durch die klare Erkenntnis der Aufgabe, die die Seele stellte, erfüllt sein wird. So wird der Überle-bende frei, aber es könnte sein, dass eine solche Entwicklung auch dem Verstorbenen die Möglichkeit gibt, keine „Schuld" an der Trauer der Hinterbliebenen mehr zu „empfinden" um endlich „ins Licht" gehen zu können. Der größte Liebesdienst, den der Mensch einem anderen Menschen schenken kann, ist, sich selbst weiter zu entwickeln (sinngemäß nach Bruno Bettelheim).
Veröffentlicht von: Ferdinand Niehammer Web: http://elihu.wolfgangwallnerf.com Kontakt: e-mail
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