Den Fälschern auf der Spur: Chemischer Fingerabdruck für KaffeeKategorie: Wissenschaft Artikel veröffentlicht von: Andreas Ketzmann
Auch wenn es der Verbraucher wohl nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen kann: die Fälscherindustrie hat längst schon das weltweit zweitgrößte Handelsgut ins Visier genommen - Kaffee. Produkt-Verfälschungen des heißen Koffeingetränks sind dabei gerade in Brasilien keine Seltenheit. Bisher jedoch fällt der Nachweis nicht leicht. Ein bestimmter Typus von Vitamin E könnte jetzt allerdings eine Wende bringen.
Jüngst bekannt gegeben durch die American Chemical Society, arbeiten Wissenschaftler aus Illinois an einer Methode, reinen Kaffee von gestreckten Sorten zu unterscheiden. Ein chemischer Fingerabdruck soll nämlich rasch zeigen können, ob zur Volumenerweiterung Bestandteile von Mais beigemischt wurden. Bekannt ist, dass diese Form der Verfälschung erheblich zur Qualitätsminderung von brasilianischen Kaffeesorten beiträgt und so den Markt merklich beeinflusst.
Eine Untersuchung an sechs bekannten Kaffeemarken konzentrierte sich nun auf die Analyse eines bestimmten Typus von Vitamin E. Dieser taucht bei geröstetem Mais in hoher Konzentration auf und kann mit der neuen Methode in solchen Kaffees nachgewiesen werden, die mit Anteilen von Mais verfälscht wurden. Labortests zeigten dabei, dass eine der analysierten Sorten ganze 9 Prozent Mais beinhaltete.
Nachzulesen ist die Studie im Journal of Agricultural and Food Chemistry unter dem Titel „Gamma-Tocopherol as a Marker of Brazilian Coffee (Coffea arabica L.) Adulteration by Corn”.
Veröffentlicht von: Andreas Ketzmann Web: http://www.lethe-genussversand.de Kontakt: e-mail
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| Andreas Ketzmann, Kaffee-Experte. An ausgewählten Kaffeeseminar-Schauplätzen vermittelt er Interessantes und Ungewöhnliches über Botanik, Aroma, Anbau und Wuchsgebiete, über Sorten, Mahlgrade und Röstung, aber auch über Wirkung und Forschung. Beispiele finden sich in seinem Blog unter www.kafffee-geniessen.de oder unter www.kaffeeseminare.de |
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