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Das T-Shirt

Kategorie: Kultur
Artikel veröffentlicht von: Oliver Bunzheim


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Aus keinem wohl sortierten Kleiderschrank sind sie wegzudenken. Heutzutage sind sie Kult. Hätte sich jemand noch vor einem Jahrhundert dazu öffentlich bekannt, derjenige wäre für verrückt erklärt worden. In dieser Zeit kamen die T-Shirts lediglich als Unterhemden zum Einsatz. Eine Präsentation nach außen wäre gesellschaftspolitisch fatal gewesen. Die Schamgrenze war derart groß, dass jeder Einzelne hoch zugeschlossen die Straßen betrat.

Erst in der Mitte des 20igsten Jahrhunderts gab es Vertreter aus der Politik und Film, die ihre T-Shirts zur Schau stellten. Nachahmer waren schnell gefunden. Eine Massen-Hysterie wurde eingeleitet. In Zeiten, in denen die Menschen sich immer mehr getrauten, ihre politische Meinung bzw. Sozialkritik kund zu tun, wurden die T-Shirts sehr gern als Werbemittel für die innere Einstellung verwendet. Ein jeder hat die gelben Shirts der Hippie-Bewegung mit ihrem Peace-Aufdruck vor Augen. Zug um Zug wurden die Motive immer provozierender.

Noch vor ein paar Jahren war es schick, die Shirts mit irgendwelchen zweideutigen Textphrasen zu bestücken. Dieser Trend flaute aber nach einer gewissen Zeit wieder ab. Heutzutage sind Motive wie ein Buddy, ein Bruce Lee, Lenin, Diego oder King der große Renner. Wem das aber noch nicht genug erscheint, der kann sein individuelles T-Shirt über einen Shirtdesigner im Internet selbst gestalten. Die Handhabung ist recht einfach. Zunächst müssen die Größe, die Form und die Farbe des Shirts bestimmt werden. Über eine interaktive Menüführung kann der User das jeweilige Druckverfahren auswählen, um das Shirt mit unzähligen Schriftarten und Motiven bedrucken zu lassen. Selbst Fotodrucke sind möglich. Ein Upload vom heimischen Rechner genügt.


Veröffentlicht von: Oliver Bunzheim
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