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Das Seeungeheuer "Nahuelito"

Kategorie: Wissenschaft
Artikel veröffentlicht von: Ernst Probst


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Leseprobe aus der CD-ROM "Nessie. Das Monsterbuch" von Ernst Probst:

Im Nahuel-Huapi-See am Fuße hoher Berge in Patagonien (Argentinien) wurde von Einheimischen und Touristen immer wieder das Seeungeheuer „Nahuelito" gesichtet. Wie beim schottischen „Loch–Ness-Monster" soll es sich auch hierbei um einen prähistorischen Plesiosaurier mit langem Hals handeln.

Dr. Clement Onelli, der Direktor des Zoos von Buenos Aires, hörte seit 1897 immer wieder Berichte über ein unbekanntes Tier. 1922 informierte ihn der amerikanische Goldsucher Martin Sheffield über einen namenlosen See, in dem eine rätselhafte Kreatur mit einem schwanenartigen Hals und krokodilähnlichem Körper leben sollte. Ähnlich beschrieb der englische Schriftsteller Arthur Conan Doyle (1859–1930) bereits 1912 in „The Lost World" ein Seeungeheuer.

Nach der Schilderung des Goldsuchers Sheffield beschloss Onelli, eine Expedition solle das mysteriöse Seeungeheuer suchen. Doch die von dem Oberaufseher des Zoos, José Cihagi, geleitete sowie mit Dynamit und Elefantenbüchsen ausgerüstete Expedition von 1922 blieb erfolglos: Der „patagonische Plesiosaurier" ließ sich nicht blicken.

Am 6. April 1922 erregte ein in der kanadischen Zeitung „Toronto Globe" erschienener Artikel großes Aufsehen. Der Manager George Garett schilderte seine Sichtung eines unbekannten Tieres aus dem Jahre 1910. Er entdeckte von einer Bucht aus in etwa 400 Metern Entfernung ein Monster mit einem Durchmesser von ca. 4,50 bis 6 Metern, das schätzungsweise 1,80 Meter aus dem Wasser ragte und nach einigen Minunten wieder verschwand.

George Garetts Beobachtung gilt als eine der am besten bekannten historischen Sichtungen von „Nahuelito". Als Garett davon seinen Nachbarn berichtete, erzählten ihm diese, Indios sprächen oft von großen Wassertieren, die sie von Zeit zu Zeit sehen würden.

Später wollten zahlreiche Augenzeugen „Nahuelito" beobachtet haben. Sie beschrieben ein Tier mit schwanenartigem Hals mit einer Länge zwischen 4,50 und 45 Metern. Die bisher von „Nahuelito" vorliegenden Filme zeigen nur Wellen im Nahuel-Huapi-See, die von dem Ungeheuer erzeugt worden sein sollen.

Über das Monster im 67 Kilometer langen, bis zu 10 Kilometer breiten und maximal 300 Meter tiefen Nahuel-Huapi-See kursieren immer wieder Spekulationen. Manche Argentinier vermuteten, „Nahuelito" sei ein Produkt von Nukleartests während der 1950-er Jahre. In einem Artikel der „New York Post" vom 17. Februar 1960 unter der Überschrift „The Monster Rally Down Argentine Way" wurde behauptet, das „Loch-Ness-Monster" sei etwa 8000 Meilen weit von Schottland nach Patagonien geschwommen.

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Veröffentlicht von: Ernst Probst
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Über den Autor:
Ernst Probst ist Journalist, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Antiquitätenhändler und Fossilienhändler
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