Coaching Verweise: Führung und Kommunikation mit KörperspracheKategorie: Bildung & Beruf Artikel veröffentlicht von: Peter Bödeker
Ein bedeutsames Element für Führung und Coaching ist die Bewusstmachung und Sensibilitätssteigerung für die Rolle der Körpersprache in der Kommunikation. Laut Albert Mehribian wird fünfundfünfzig Prozent der Wirkung einer Aussage durch die Mimik, die Gebärden und die weiteren Ausdrucksmerkmale erreicht, wenn der Empfänger die Botschaft verbal nicht oder nur z. T. begreifen kann - dies bestätigt wie wesentlich die Beachtung der Körpersprache bei der täglichen Kommunikation ist.
Beim Coaching der Führung geht es zuallererst um die Hauptaufgaben der Leiter eines Teams: Gruppen zusammenzuhalten und in Gruppen oder bei individuellen Arbeitskollegen Motivation auszulösen bzw. zu steigern. In diesem Fall kann die Körpersprache einen essentiellen Beitrag leisten und, was häufig noch bedeutsamer ist, konfliktträchtige körpersprachliche Signale wie z. B. unabsichtliche Abneigungshaltungen bewusst machen und vermeiden helfen.
Grundsätzlich ist es nicht die Rolle des Trainers, Herausforderungen des Klienten zu beseitigen oder aufzuläsen, sondern ihm Maßnahmen, Denkweisen und Prozeduren darzubieten, damit dieser selbst Lösungskonzepte zusammentragen kann. Ein positiver Ausgangspunkt ist zum Beispiel, wenn der Coach der Führungskraft anfangs die Grundsteine seiner eigenen Körpersprache transparent macht: Sie ist als symbolische Sprache die älteste Gestalt der Kommunikation, gibt Information über die emotionale Energie und wird nur sehr selten richtig bewusst vernommen. Weiterhin kann man sagen, dass Körpersprache ein wahrhafter Spiegel unserer Geisteshaltungen ist, es gibt üblicherweise keine „zufälligen“ körperlichen Regungen, und deshalb wertvolle Signale zur Fortsetzung von Unterredungen gibt.
Man kann Körpersprache in aktive Komponenten (Kopfnicken, Akzentuierung einer Aussage mit Bewegungen der Hände, Abwinken) und in passive Reaktionen (Hebung der Augenbrauen, Schließen der Arme, Weichen) unterteilen. Hierbei werden unter anderem Waffensignale (Zeigefinger, Schreiber), Blockadesignale (untere Extremitäten, obere Extremitäten), Oberkörpersignale (Zuneigung, Ab-Neigung), negative Signale (Wegwischen, Mund zu halten, Griff an die Nase - „das stinkt mir“) differenziert.
Der Coach kann die Leitung für den Einsatz der Körpersprache sensibel machen, Wege des Einsatzes aufweisen und damit der Leitungskraft einen Start in den vorsätzlichen Einsatz der Körpersprache ermöglichen - der Kernpunkt ist dabei allzeit das bewusste Vernehmen der von uns selber ständig ausgestrahlten Signale des Körpers.
Veröffentlicht von: Peter Bödeker Web: http://www.info-welten.de Kontakt: e-mail
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