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Buchverleger Ernst Probst: Zahlungsmoral ist sehr schlecht

Kategorie: Meinung
Artikel veröffentlicht von: Ernst Probst


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Wiesbaden – Die Zahlungsmoral von Buchhandlungen und Privatkunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sehr schlecht. Jeden Monat begleichen erstaunlich viele Buchhandlungen und Privatkunden die Rechnung für die von ihnen beim Verlag Ernst Probst bestellten Bücher und CD-ROMs nicht, obwohl sie dazu reichlich Zeit hatten. Dies stellte der Buchverleger Ernst Probst aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim fest, der selbst jede Rechnung noch am Tag des Erhalts begleicht.

Gar nicht selten erfolgt auch nach einer freundlichen Zahlungserinnerung sowie der 1., 2. und 3. Mahnung keine Überweisung und muss ein Inkassobüro oder ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden, berichtet Ernst Probst. Auf diese Weise wird allerdings der ursprüngliche Rechnungsbetrag mitunter vervielfacht.

Man sollte überhaupt keine Waren mehr gegen Rechnung verschicken, sondern nur noch gegen Vorkasse liefern, meint Probst, obwohl Verbraucherschützer und teilweise auch Kunden/innen dies nicht wollen. Der Versand sollte erst erfolgen, wenn der Rechnungsbetrag auf dem Konto eingegangen ist, fügt Probst hinzu. Sogar bei der Zahlungsweise durch Bankeinzug gibt es manchmal Probleme, wenn die Bank des Käufers diese Transaktion nicht akzeptiert.

Das Schreiben und Versenden von Zahlungserinnerungen und Mahnungen kostet Geschäftsleute viel Zeit, Geld und Nerven. Offenbar betrachten viele Leute das Nichtbezahlen von Waren als eine Art von Volkssport, vermutet der Mainz-Kostheimer Buchverleger. Manche halten sich sogar für besonders clever, wenn sie sich um das Bezahlen drücken.

Ernst Probst: Was würden diese Leute wohl sagen, wenn ihr Arbeitgeber den Lohn oder das Gehalt nicht pünktlich überweisen würde?


Veröffentlicht von: Ernst Probst
Web: http://www.antiquitaeten-shop.net
Kontakt: e-mail


Über den Autor:
Ernst Probst ist Journalist, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Antiquitätenhändler und Fossilienhändler
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