Beruf freier BildjournalistKategorie: Bildung & Beruf Artikel veröffentlicht von: Thomas Busch
Der freier Bildjournalist ist nicht fest bei einer Zeitschrift, Zeitung oder einem Fernsehsender angestellt, sondern kann frei entscheiden, für wen er arbeitet und welche Aufträge er annimmt. Das hat Vor- und Nachteile, denn er muß hart arbeiten, um auf dem Markt bestehen zu können und moralisch einwandfrei dazustehen. Schnell wird man als Bildjournalist in die Schublade "Paparazzo" gesteckt. Die Konkurrenz ist groß und das Internet hat auch die Arbeit der Bildjournalisten verändert. Sie laufen mit ihren Filmen nicht mehr in die Fotolabore, um Bilder zu entwickeln und sie dann in die Redaktionen zu bringen. Bildjournalisten verwenden meistens Digitalkameras und schicken ihre Aufnahmen per e-mail und Internet oder per CD oder DVD an ihren Auftraggeber beziehungsweise an den potentiellen Interessenten. Oft wird er noch als Pressefotograf betitelt, ist im Prinzip aber den Wortjournalisten gleichgestellt. Tagtäglich muß er beweisen, dass er ein Organisationstalent ist, Termine mit Kunden absprechen und abstimmen - immer den Redaktionsschluss vor Augen haben. Ohne technisches Wissen kommt der Bildjournalist nicht aus: Er muss seine Kamera beherrschen, wissen welches Objektiv für welche Aufnahme gewählt wird, wie man ein Bild verarbeitet. Umgang mit PC und Notebook gehören dazu. Pflichtbewusst und pünktlich liefert er seine Bilder ab. Er kennt sich aus mit dem Urheberrecht und weiß, welchen Preis er für seine Fotos verlangen kann. Bei einem Auftragsfoto wurde der Preis mit der Redaktion im Voraus geregelt. Anders liegt der Fall beim Zufallsfoto. Da muss verhandelt werden. Je nach Seltenheit oder Besonderheit des Ereignisses beziehungsweise der Prominenz der abgebildeten Person kann das Honorar für das Foto unterschiedlich hoch ausfallen. Für ein Sensationsfoto gehen schon einmal riesige Summen über den Tisch. Das Erstdruckrecht lässt sich der Bildjournalist genauso teuer bezahlen wie das ausschließliche Nutzungsrecht für ein künstlerisch wertvolles Foto, dessen Wert nicht an eine schnelllebige Nachricht gebunden ist.
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